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Klagen, die Gesellschaft sei zu egoistisch und es gäbe keine Solidarität mehr, gab es zu allen Zeiten und gibt es auch heute. Genauso häufig wird der Gegenbeweis angetreten – und nicht nur in Katastrophenfällen.

Vor allem wenn am Wohnort selbst Gemeinsinn gefragt ist, lassen sich Menschen bewegen. Das gilt etwa, wenn gemeinschaftlich Müll aus Wald und Flur oder Parks eingesammelt werden soll. Oder wenn Mitwirkende bei einem Stadtteilfest oder Weihnachtsmarkt gesucht werden. Oder, wie jetzt im September und Oktober 2023 in Quelle, bei der Gemeinschaftsaktion „Sanierung der Finnbahn“.

Drei Samstage à sieben Arbeitsstunden und jeweils gut 40 bis gut 60 Helferinnen und Helfer waren notwendig, um die Schäden von mehreren Starkregen an der Finnbahn zu beseitigen. Der alte Belag und das Gras, das regelmäßig in die Bahn hineinwächst, mussten entfernt, die darunter liegenden Folien gereinigt und wieder eingebracht sowie der neue Belag – insgesamt 135 Kubikmeter Hackschnitzel – aufgebracht und gleichmäßig verteilt werden. Zusätzlich wurde das Gelände modelliert und an einer Stelle ein kleiner Damm eingebracht, um bei einem erneuten Starkregen den Wasserfluss zu hemmen.

Der jüngste Helfer an der Finnbahn zählte gerade erst drei Jahre, der älteste über 70. Der Sportverein TuS Quelle, der Mühlenverein und die Queller Gemeinschaft stellten starke Kontingente. Aber auch bemerkenswert viele Einzelpersonen griffen zu Schubkarre und Schippe, Spaten und Harke. Beim kleinen Mittagsimbiss und der den Arbeitstag abschließenden Eiscremeportion zogen die Beteiligten an den drei Samstagen jeweils ein positives Fazit. Erfreulich: Auch das Wetter spielte gut mit.

Die Verantwortlichen des Finnbahnvereins, allen voran der Vorsitzende Bernd Rehmet sowie Thorsten Arning und Carsten Koep, bedankten sich bei allen Helferinnen und Helfern. Ein besonderer Dank ging an Jesse und Johann Oppenhäuser, der Queller Firma GaLaBau und an Brinkmann Baustoffe, die kostenlos Arbeitsgeräte und Baumaterial zur Verfügung stellten. Positives meldete auch Schatzmeisterin Elke Meyer. Auf den jüngsten Spendenaufruf hin seien 4410 Euro auf dem Vereinskonto eingegangen. Darunter waren drei Großspenden vom der Firma doc-et-al GmbH, dem Ärzte-Ehepaar Schwabedissen und dem Autohaus Markötter. “Hinzu kamen aber auch erfreulich viele kleine Beträge, teilweise spontan während der Gemeinschaftsaktion am Rande der Finnbahn abgegeben“, freute sich Meyer.

Seit Samstagabend, 14. Oktober, kann die Finnbahn nun nach monatelanger Unterbrechung wieder benutzt werden. Vor 15 Jahren, 2008, wurde sie von der Queller Gemeinschaft der Bevölkerung zum 25-jährigen Vereinsjubiläum geschenkt. Sie ist die einzige in Bielefeld, die abends beleuchtet ist.

(Bernhard Hertlein)