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ab 2016...

Das Foto zeigt rechts Bernd Rehmet (rechts), den Vorsitzenden der Queller Gemeinschaft, und den Bielefelder CDU-Landtagsabgeordneten Tom Brüntrup (links). Foto: Bernhard Hertlein

Bielefeld (WB). Der Bielefelder Tom Brüntrup (25) ist seit der Wahl im Mai der jüngste CDU-Abgeordnete im nordrhein-westfälischen Landtag. Und junge Themen waren es, die bei der jüngsten Veranstaltung der „Focus“-Reihe der Queller Gemeinschaft besonders interessierten.

Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Bernd Rehmet sprach Brüntrup selbst den Fachkräftemangel in Kindertagesstätten als eine der aktuell drängendsten landespolitischen Aufgaben an – neben den Folgen des Ukraine-Kriegs und des Klimawandels. Der Ausbau der offenen Ganztagsschulen sei zwar richtig; er verschärfe die Personalsituation aber zusätzlich. Es fehlten in NRW 26.000 Erzieherinnen und Erzieher, so Brüntrup. Dass das System überhaupt nur durch den vollen Einsatz von Auszubildenden aufrechterhalten werde, sei auf Dauer nicht tragbar.

Gefragt, was denn die Politik dagegen tue, sagte der CDU-Politiker, dass die Kita-Träger besser unterstützt werden sollten. Wenn die Arbeit attraktiver werde, könnten vielleicht auch wieder Beschäftigte zurückgeholt werden, die den Beruf aufgegeben haben. Aus dem Publikum kam der Hinweis, dass kirchliche Träger bei der finanziellen Unterstützung benachteiligt seien.

Ein weiteres Thema bei der Veranstaltung am Dienstag im evangelischen Johannes-Gemeindehaus war die Situation der Jugendlichen. Unter den Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie hätten sie besonders gelitten. Auch im Stadtteil Quelle fehlten neben Feuerwehr, Sportverein und kirchlichen Gruppen freie Angebote für Jüngere – von einem Jugendzentrum ganz zu schweigen.

Brüntrup bestätigte die Beschreibung der Situation, erklärte aber, er setze vor allem auf den Ausbau und die Unterstützung der bestehenden Angebote. Viele Vereine klagten zurecht über eine „Kundenmentalität“. Die Mehrheit warte darauf, dass etwas angeboten werde. Wenige seien bereit, sich noch zu engagieren. Corona habe diese Entwicklung noch verstärkt. Hinzu kämen psychische Probleme als Folge der Isolierung, von denen Jugendliche besonders betroffen seien. Hilfen seien wichtig. Auch hier gebe es einen gravierenden Fachkräftemangel. Es seien aber auch die Kommunen gefragt, bei den vorhandenen Angeboten für eine bessere Erreichbarkeit zu sorgen, stellte Brüntrup fest, der auch Mitglied im Bielefelder Stadtrat ist.

Diskussionsthemen waren auch Bürokratie, ein gerechteres Steuersystem, Energie- und Verkehrsfragen. Weitere Veranstaltungen in der „Focus“-Reihe der Queller Gemeinschaft zum Beispiel zum Thema Sicherung des Grünzugs Lutteraue sind geplant.

Zunächst aber wird der Verein nach der Corona-Pause wieder einen „Queller Weihnachtsmarkt“ veranstalten. „Wir hoffen und freuen uns vom 9. bis 11. Dezember auf viele Besucher auf dem Gelände um die Johanneskirche“, sagte Bernd Rehmet. Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren.

Autorenlesung und Gespräch mit Frank Tippelt und Willibald Bernert

Die Queller Gemeinschaft setzt, wie angekündigt, am kommenden Donnerstag, 18. November, ihre Reihe „Fokus“ im Restaurant Büscher mit einer Veranstaltung zum Thema Gastronomie in Quelle fort. Voraussetzung für den Eintritt ist ein amtlicher Nachweis von 3G – geimpft, genesen oder getestet. Zusätzlich bittet die Queller Gemeinschaft ihre Gäste aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklung, sich selbst dann, wenn sie geimpft oder genesen sind, vorab freiwillig selbst zu testen. Am Eingang werden für diesen Personenkreis zusätzlich ein paar Selbsttests zur Verfügung gestellt, die aber einige Zeit in Anspruch nehmen.

Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr. Unter der Überschrift „Gastronomie in Quelle – gestern und heute“ wird zunächst Andreas Büscher, Chef des Hotels und Restaurants Büscher in Quelle und Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Ostwestfalen, einen kurzen Einblick in die aktuelle Situation der Branche geben. Anschließend werden die Autoren Frank Tippelt und Willibald Bernert Episoden aus ihren Büchern vorlesen, die die Geschichte der Bielefelder Gaststätten- und Kneipenszene zum Thema haben. Vor kurzem ist der zweite Band ihrer Buchreihe erschienen mit dem Titel: „Kneipen, Kult und Kellergeister“.

Anschließend lädt die Queller Gemeinschaft dazu ein, sich gemeinsam über gastronomische Erfahrungen im Stadtteil auszutauschen – über das, was mal gewesen ist; was heute ist; und was eventuell vermisst wird.

 

Während in Berlin das Klimakabinett tagt und während in New York  eine der wichtigsten UN -Gipfel des Jahres vorbereitet wird, will fridays for future den Tag des 20. September 2019 zum größten globalen Klimastreik aller Zeiten machen.

Begonnen hat diese Bewegung mit der Einzelaktion von Greta Thunberg am 20.August 2018 vor dem schwedischen Parlament. Die Bewegung richtet sich gegen die anhaltende Klimazerstörung und fordert die Einhaltung des Paris-Abkommens vom Dezember 2015 zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1.5 Grad.

Die jungen Leute kritisieren, dass die politisch Verantwortlichen die notwendigen Entscheidungen dazu nicht ausreichend umsetzen. Darüber wollen wir mit Bielefelder Mitgliedern der Bewegung diskutieren.

Klima im Focus – Diskussion mit jungen Leuten von “Fridays for Future”
Der Focus Quelle Termin am Dienstag, 24. Sept. 2019, hatte eine ungeahnte Aktualität bekommen durch die weltweiten Demonstrationen am vorhergehenden Freitag, das Klimapaket der Bundesregierung und den UN-Klimagipfel. Für die gut 20 Besucher im Johannes-Gemeindehaus war es daher eine willkommene Gelegenheit, zwei junge sympathische Vertreter der Bielefelder Abteilung “Fridays for Future” zu ihren Motiven und ihren Forderungen zu befragen. Die Schüler Hanna Hönicke und Simon Erichsen stellten vor einer Diskussion zunächst in einer kleine Folienpräsentation die Position von “Fridays for Future” dar, u.a. Kohleausstieg schon bis 2030 und ab 2035 CO2-Emission-Begrenzung entsprechend der natürlichen Aufnahmekapazität sowie 100 % erneuerbare Energieerzeugung.
Der Hinweis, anhand der Folien auch gleich zu fragen oder zu informieren, löste dann sofort einen durchgehend lebhaften Meinungsaustausch aus.
Da sich die Besucher alle einig waren, dass der durch Menschen verursachte
Klimawandel längst belegt ist und dringender Handlungsbedarf besteht, drehten sich die Fragen und Antwortversuche mehr darum: Warum hat sich der jugendliche Protest so schnell weltweit verbreiten können? Aber auch: Warum erst jetzt? Und natürlich wurde auch kontrovers diskutiert, welche wirksamen Maßnahmen es zum Klimaschutz gibt und ob diese sozialverträglich beschlossen werden können. Auch wenn die beiden jungen Aktivisten von “Fridays for Future” viele Fragen (noch) nicht beantworten können, zollten die Besucher ihnen Respekt für ihr Engagement und ihre
berechtigten Forderungen, dass die Generation, die die Umweltprobleme verursacht hat, sich auch endlich um deren Lösungen kümmern soll. Klaus Betzendahl, der die Beiden für Focus Quelle eingeladen hatte, dankte ihnen und wünschte ihnen Durchhaltevermögen und Erfolg mit ihren Forderungen.

Referentin: Barbara Choryan
Nahmobilitätsbeauftragte der Stadt Bielefeld

Die Stadt Bielefeld hat den Vorsatz, bis 2025 einen Radverkehrsanteil von 25 Prozent zu erreichen. Um dieses Ziel zu verwirklichen, wird seit April 2018 an einem strategischen Plan für die För-derung des Radverkehrs in Bielefeld gearbeitet.

Dabei wird sowohl das bestehende Radverkehrsnetz analysiert, als auch die Serviceeinrichtungen wie Fahrradabstellbügel und die bisher erfolgten Kommunikationsmaßnahmen.

In allen Bereichen werden dann konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, ab-gestimmt und priorisiert. Diese werden im Anschluss von der Stadt Bielefeld umgesetzt. Frau Choryan stellt den Bearbeitungs-stand des Radverkehrskonzeptes mit dem Focus auf Quelle vor und diskutiert mit Ihnen über mögliche Maßnah-men und Umsetzungshorizonte.

Referent: Andreas Bader

Dienstag, 07. Mai 2019 um 19:30 Uhr
im Gemeinschaftshaus,
Carl-Severing-Str. 115

Eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Heimat- und Geschichtsverein Quelle e.V.

Der Klimawandel, aber auch der intensive Ackeranbau, sowie private grüne “Monogärten” und Steinwüsten bieten keine Nahrung für Insekten. Die Zahl der Wildbienen ist bereits stark zurückgegangen. Über Möglichkeiten der Veränderung informiert unser Referent Andreas Bader, vom NABU Stadtverband Bielefeld.

Dienstag, 20. November 2018 um 19:00 Uhr
im Johannes-Gemeindehaus,
Georgstr. 19

 

Wir sind die Wirtschaft, oder?

Wirtschaftsthemen stehen in der Politik zu Recht an vorderer Stelle. Sinkender Wohlstand würde unsere Demokratie gefährden. Die Finanzkrise scheint zwar überwunden zu sein, aber nun erregen mögliche Handelskriege und Digitalisierung die Gemüter. Bedrohungen werden mit Schlagworten umrissen wie: Jobverlust, Altersarmut und Spaltung der Gesellschaft.

Dazwischen gibt es natürlich auch noch andere Schlagzeilen wie “Unternehmensgewinne kräftig gestiegen” oder “Wir sind Exportweltmeister”.

In den Berichten zu diesen Schlagzeilen gibt es dann Zahlen, Statistiken und jede Menge Analysen und Vorschläge von Experten und Interessenvertretern, die sich leider nur zu oft heftig widersprechen. Was sollen wir als Laien, und insbesondere als Betroffene, davon halten? Wie sollen wir uns da als Wähler zu Fragen der Energiewende, eines Rentenumbaus oder von Steuerreformen orientieren?

Von unseren Wirtschaftsexperten und –machern wird vieles in die Welt gesetzt und unkritisch weiter verbreitet. Vor allem wird oft sehr abgehoben gesprochen und dabei bleiben die elementaren Grundsätze der Wirtschaft unerwähnt, als ob diese nicht mehr gelten.

In dem Vortrag werden kurz einige grundlegende Begriffe erläutert, um dann auf die Auswirkungen von Arbeitsteilung, Finanzwirtschaft und Informationskultur näher einzugehen. Natürlich kann man in der Wertung über die vorherrschenden Zustände und Regelungen – je nach eigener Lebenssituation und Mentalität – unterschiedlicher Meinung sein. Ziel des Vortrages ist es daher nur, Interesse an Wirtschaftsfragen zu wecken und das Selbstbewusstsein zu fördern, dass auch wir “Laien” uns eine fundierte Meinung über unsere Wirtschaft bilden können.

 

Bericht von Gerd Sandweg

Dienstag, 11. September 2018 um 19:00 Uhr
im Johannes-Gemeindehaus,
Georgstr. 19

Bericht der Veranstaltung

Donnerstag, 06. September 2018 um 19:30 Uhr

Biergarten Hotel Büscher, Carl-Severing-Str.  33649 Bielefeld – Quelle

Unser Gast:

Beigeordnete Stadt Bielefeld, Anja Ritschel

Bericht der Veranstaltung

Mittwoch, 13. Juni 2018 um 20:00 Uhr

Johannes-Gemeindehaus Gerogstr. 19 in 33649 Bielefeld – Quelle

Referent:   Gerd Sandweg

 

Digitalisierung 4.0 – das falsche Etikett!

Die “Digitalisierung” war ein Programmpunkt im Wahlkampf und in den Koalitionsverhandlungen und ist nach wie vor ein breites aktuelles Thema in den Medien. Aber was steckt dahinter? Müssen wir die Digitalisierung zu Recht fürchten oder gibt es Hoffnung auf eine bequemere und sicherere Zukunft, wie uns die Werbung und vor allem die großen Internetfirmen suggerieren?

Die Titelposition “das falsche Etikett” soll andeuten, dass es ja am wenigsten um den Umstieg von analog auf digital geht, sondern technisch gesehen um Computerisierung, Vernetzung und massenhafte Datenerhebung (Big Data) sowie gesellschaftlich gesehen um Veränderungen unserer Arbeits- und Alltagswelt.

Der Vortrag gibt einen kurzen Überblick zu Entwicklung und Stand der Technik, um dann einige Szenarien darzustellen, die unsere Gesellschaft gravierend ändern werden – oder eben auch nicht.

Anschließend haben die Teilnehmer ausreichend Gelegenheit, ihre Sicht zu diesem Thema darzustellen und mit zu diskutieren.

Bericht zur Veranstaltung

Dientag, 14. November 2017

Johannes-Gemeindehaus Georgstr. 19, 33649 Bielefeld – Quelle

Fortsetzung des Themas aus Februar 2017

Referenten:

Stephanie Dietz, Abteilungsleiterin Verkehrsplanung Amt für Verkehr, Stadt Bielefeld und Dr. Godehard Franzen

 

Bericht zur Veranstaltung

Montag, 04. September 2017

Gemeindehaus Georgstr., 33649 Bielefeld – Quelle

Die GW-Ökonomie in der Gesellschaft.

Auch auf gesell­schaft­li­cher Ebene möchte die Bewe­gung eine Ver­än­de­rung her­bei­füh­ren. Bewusst­seins­bil­dung für einen Sys­tem­wan­del, der auf Wert­schät­zung basiert, dafür macht sich die GW-Bewegung stark.

Referenten: John Wegener, Albrecht Aupperle und Albrecht Binder.

“Über uns: Die Gemeinwohlökonomie Regionalgruppe Bielefeld mit aktuell rund 30 Mitgliedern besteht seit November 2015. Sie ist Teil der internationalen Gemeinwohlökonomie-Bewegung (GWÖ). Ein Ziel ist, auch in Ostwestfalen-Lippe den Blick auf die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen zu lenken. Aktuelles Herzstück der GWÖ ist die innovative Gemeinwohl-Bilanz, die von Selbstständigen, Unternehmen und Institutionen erstellt werden kann. Mehrwert dieser Bilanz ist ein messbares und vergleichbares Ergebnis, das darstellt, wie die Werte Menschenwürde, Solidarität, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Demokratie im wirtschaftlichen Handeln berücksichtigt werden. Damit gibt sie auch ArbeitnehmerInnen und VerbraucherInnen greifbare Informationen. Darüber hinaus bearbeitet die Regionalgruppe Bielefeld, ebenso wie die GWÖ-Bewegung, verschiedene weitere Themenfelder und organisiert Vortrags- und Informationsveranstaltungen zum Thema „Wirtschaft neu denken“ in der Region.

Die weltweit agierende Gemeinwohlökonomie-Bewegung wurde 2010 von dem Österreicher Christian Felber ins Leben gerufen. Seitdem erstellten bereits über 350 kleine und große Unternehmen, sowie erste Gemeinden und Hochschulen, erfolgreich eine Gemeinwohl-Bilanz mit vielen positiven Effekten – Tendenz steigend! Informationen für Interessierte unter:

https://www.ecogood.org/

 

Bericht zur Veranstaltung Gemeinwohlökonomie

Mehr Rücksicht – aber wie?

Auf Anregung von Ute Silbernagel-Grimme (SPD Ortsverein Quelle & Freibad) hatte Focus Quelle zum Thema „Verkehrssituation in Quelle“ eingeladen. Zu der Gesprächsrunde mit Anregungen und Diskussionen sowie Informationen zu Vorschriften und Rahmenbedingungen kamen am Donnerstag, 9. Februar 2017, um 19 Uhr 25 Besucher in das Johannes-Gemeindehaus.

Klaus Betzendahl begrüßte die Gäste und die Verkehrplaner Stephanie Dietz und Henning Hovermann vom Amt für Verkehrsplanung der Stadt Bielefeld und brachte zur Einstimmung gleich ein paar Fragen vor, insbesondere zu Überquerungshilfen und Verkehrsberuhigung auf der Carl-Severing-Straße.

Stephanie Dietz ging nicht gleich auf die konkreten Fragen ein, sondern schilderte zunächst die Möglichkeiten und Zwänge der Verkehrsplanung. Sie räumte ein, dass man den Verkehr auf der Carl-Severing-Straße heute nicht mehr so planen würde und zeigte viel Verständis für die Wünsche nach Verkehrsberuhigung, aber angesichts der Forderungen des Durchgangverkehrs und der Verkehrsbetriebe sei eine Ausweitung der 30-er-Zonen und selbst nur eine streckenweise Begrenzung auf Tempo 30 unrealistisch. Dagegen könnten die Straßeninseln an kritischen Stellen durch Zebrastreifen ergänzt werden. Sie machte auch kein Hehl aus ihrer Neigung zu umweltfreundlicherem Verkehr, z.B. durch Verbesserungen für Radfahrer und Fußgänger.

Für die Gesprächsrunde sammelte Bernd Rehmet als Moderator zunächst mehrere Wünsche und Anregungen der Teilnehmer ein. Henning Hovermann unterstützte dabei die Wortmeldungen, indem er auf einem Luftbild von Quelle die betreffende Örtlichkeit herauszoomte und auch Bewertungen aus seiner Sicht einstreute.

Angesprochen und diskutiert wurden im wesentlichen (mit folgenden Trends):

  • Verkehrberuhigung auf der Carl-Severing-Straße:
    Begrenzung auf Tempo 30 (unrealisitisch)
    Höhere Mitte des Kreisels vor dem Combi Supermarkt (Schadensgefahr für Busse)
    Querungshilfen (ein bis zwei weitere Zebrastreifen möglich)
    Ampeln (eher nicht)
    Ausweichverkehr über die Marienfelder Straße (nicht wünschenswert)
    Änderung der Ampelschaltung Kreuzung Cafe Sport (nicht vor Lückenschluss A33)
  • Parkraumbewirtschaftung (weiter beobachten)
  • Angebot von Park-and-Ride Parkplätzen (nicht dringend)
  • von der Carl-Severing-Str. zur Marienfelder Str. als Einbahnstr. (möglich)
  • Bügelständer für Fahrräder (Sache der Gewerbetreibenden).

Die Aussprache und der Informationsaustausch verlief lebendig und weitgehend einvernehmlich, da das erklärte Ziel der Veranstaltung zunächst nur eine Bestandsaufnahme und ein Ausloten von Verbesserungsmöglichkeiten sein sollte.

In etwa einem halben Jahr werden wir Näheres hören – hoffentlich.

Wir danken herzlich den Referenten und den Teilnehmern der Veranstaltung, sowie der Johannes-Kirchengemeinde für die Bereitstellung des Raumes und der Projektionstechnik.

Im Rahmen von Focus Quelle hielt Walfried Vigener am 18.10.2016 einen Vortrag im Gemeindehaus der Johannes-Kirchengemeinde zum Thema

 

„Was ist soziale Gerechtigkeit?“

 

Hier eine gekürzte Zusammenfassung und sein (skeptisches) Fazit:

Mit der Forderung nach „sozialer Gerechtigkeit“ lassen sich in der Politik Wähler emotionalisieren und mobilisieren. Im politichen Sprachgebrauch wird verkürzt unter sozialer Gerechtigkeit nichts anderes verstanden, als Ausweitung von Sozialleistungen. Um jedoch der Komplexität dieses Themas gerecht zu werden, habe ich versucht, die verschiedenen Arten der sozialen Gerechtigkeit zu erläutern und deren Probleme aufzuzeigen:

  • Teilhabegerechtigkeit
  • Verteilungsgerechtigkeit (gefordert als Leistungs- oder als Bedarfsgerechtigkeit)
  • Generationengerechtigkeit
  • Chancengerechtigkeit

Abstrakt wird soziale Gerechtigkeit allgemein akzeptiert, doch bei konkreten Umsetzungen entstehen zwangsläufig Konflikte und unterschiedliche Meinungen. So erhebt sich die Frage: Gibt es eine von allen akzeptierte soziale Gerechtigkeit?

Bei der Teilhabegerechtigkeit geht es um gleiche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, z.B. durch ermäßten oder gar kostenlosen Zugang zu Medien, Kulturveranstaltungen oder öffentlichem Verkehr. Hier eine allgemeine Akzeptanz zu erreichen, halte ich für unwahrscheinlich.

Bei der Verteilungsrechtigkeit stehen sich zwei widersprüchliche Prinzipien gegenüber: Die Verteilung nach Leistung und die nach Bedarf. Hier das richtige Maß für die Umverteilung zu finden ist fast unmöglich. Die Leistungsträger meinen überwiegend, ihnen wird zuviel genommen, und die Bedürftigen denken, sie erhalten zu wenig.

 

Gibt es im Bereich Generationengrechtigkeit einen als sozial akzeptierten Konsens? Auch hier bin ich skeptisch. Die bisher vom Gesetzgeber vorgenommenen Änderungen am Rentensystem sind von allen Beteiligten kritisiert worden, z.B. Erhöhung des Renteneintrittsalter, Mütterrente, Absenkung des Rentenniveaus. Dennoch muss angesichts der demographischen Entwicklung die soziale Balance zwischen den Generationen neu austariert werden.

 

Gibt es wenigsten eine allgemeine Akzeptanz bei der Chancengerechtigkeit? Die wird zwar von allen relevanten Politikern, Parteien und Interessenverbänden als absolut notwendig erachtet, konkret ist der Konsens aber häufig wieder nicht vorhanden. Es wird gestritten um die Finanzierung oder um die Förderung in welches Kita- oder Schulsystem.

 

Das Schlusszitat (Friedrich A. Hayek, FAZ 1977): „Soziale Gerechtigkeit – eine Fata Morgana.“

 

Anmerkung: In der anschließenden regen Diskussion war dann doch ein Appell herauszuhören, nicht zu resignieren, sondern sich unserer Verantwortung zu stellen und uns für mehr soziale Gerechtigkeit zu engagieren. Auch im Hinblick auf die viel größeren sozialen Probleme in anderen Ländern, können wir über die bei uns erreichten Verhältnisse relativ zufrieden sein.

...bis 2015

Klön im Biergarten mit Regina Kopp-Herr (MdL, SPD) Bezirksbürgermeisterin und Peter Diekmann (CDU) stellv. Bezirksbürgermeister

Klön im Biergarten mit Pit Clausen

Der Arbeitskreis Focus Quelle hatte Oberbürgermeister Pit Clausen zu einem Gespräch in der Reihe „Klön im Biergarten“ eingeladen.

Dieser Einladung sei er gern nachgekommen, wie er sagte. Das Wetter spielte leider nicht mit, und die Veranstaltung wurde vom Garten in den Saal des Hotels Büscher verlegt. Bezirksbürgermeisterin Regina Kopp-Herr und die stellvertretende Leiterin des Bezirksamtes Brackwede, Susan Steinborn, nahmen ebenfalls an diesem Gespräch teil.

Nach der Begrüßung durch Klaus Betzendahl nutzte der OB die Gelegenheit, eine Vorschau auf die neue Legislaturperiode zu geben. Ganz wichtig sei es für ihn, in den Dialog mit den Bürgern zu kommen, wie z. B. bei dieser Veranstaltung.

Beim ersten Punkt der Tagesordnung, die störenden Signaltöne am Bahnübergang in der Nähe des Queller Bahnhofs (dies Thema ist dem Focus sehr wichtig), wies der OB auf die Verantwortung der DB Netz AG sowie auf den Besitzer des angrenzenden Ackers und auf die benachbarte Firma DMW hin. Hier sei noch Gesprächsbedarf und viel Vermittlungsarbeit durch die Queller Gemeinschaft gefragt. Es hatte seinen Grund, dass sehr viele Queller Mitbürger zu diesem Gesprächsabend gekommen waren. Ungeduldig bat man den Moderator des Abends, Uwe Jauer, das Thema Aldi vorzuziehen. Das Westfalen-Blatt und die Neue Westfälische hatten eine Woche zuvor von den Plänen des Discounters berichtet, das bestehende Gebäude abzureißen und durch einen ca. 2.000 qm großen Neubau zu ersetzen. Dafür müsste ein angrenzendes Grundstück erworben und ein kleines Wäldchen abgeholzt werden. Aus verständlichen Gründen brachte das die Nachbarn aus der Gerhardstraße und der Marienfelder Straße auf den Plan. Unter der Federführung des Vorsitzenden der Queller Gemeinschaft, Günter Czesna, einem Betroffenen, stemmt man sich vehement gegen dieses Vorhaben. Viele Argumente dagegen wurden dem OB vorgetragen, wie z. B. die Abholzung des Wäldchens oder das große Gebäude, das entstehen soll und sich wie eine Wand nach Norden von der Marienfelder Straße aus aufbaut.

Da dieses Thema nicht auf der Tagesordnung gestanden hatte, war der OB nicht genügend vorbereitet und musste daher erst von einigen Versammlungsteilnehmern hierzu informiert werden. Er verwies darauf, dass es sich zunächst um eine Bauvoranfrage handelt. In der Verwaltung werden solche Vorhaben sorgfältig geprüft und bearbeitet. „Es handelt sich hier um ,ungelegte Eier‘“, betonte er. Bezirksbürgermeisterin Regina Kopp-Herr schlug in die gleiche Kerbe und versicherte, dass der Antrag auch noch durch die Bezirksvertretung laufen müsse. Viele der Anlieger hatten mehr erhofft und eine Erklärung vom OB erwartet. Nicht wenige der Anwesenden verließen nach der Besprechung dieser Thematik etwas enttäuscht den Saal und waren leider nicht mehr an den nächsten Tagesordnungspunkten mit Queller Themen interessiert. Die Queller Gemeinschaft hatte sich in einem Brief für die Einrichtung einer Parkraumbewirtschaftung an der Carl-Severing-Straße und an der Marienfelder Straße eingesetzt. Da viele Parkplätze an diesen Straßen als „P+R“-Parkplätze für Busfahrten in die Bielefelder City genutzt werden, wurde von der Queller Gemeinschaft vorgeschlagen, dass hier unter Verwendung einer Parkscheibe höchstens zwei Stunden geparkt werden darf. Auch Mitarbeiter der umliegenden Märkte benutzen diese attraktiven Stellplätze als Dauerparkfläche, wodurch die angrenzenden Queller Geschäfte für ihre Kunden, die Praxen für ihre Patienten und vor allen die Anlieger das Nachsehen haben. Bezirksbürgermeisterin Regina Kopp-Herr hat den Vorsitzenden der QG, Günter Czesna, zu der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung zur Anhörung eingeladen. Diskussionsbedarf gab es auch darüber, die Oberflächen- Entwässerung im neuen Baugebiet „Alleestraße Teil C“ die Freifläche inner- halb der Finnbahn durch ein großes Regenrückhaltebecken zu entlasten. Dies und die mögliche Errichtung eines Dorf- und Spielplatzes auf der neu zur Verfügung stehenden Fläche muss gut überlegt werden. Dieses Thema liegt noch bei der zuständigen Behörde der Stadt zur Bearbeitung.

In der folgenden Fragerunde musste Pit Clausen noch einige Antworten geben zum Thema Anlaufstelle für Migranten, zum Thema Lärmbelästigung durch den Asphalt auf dem noch nicht erneuerten Teil der Carl-Severing-Straße und zum Thema Zuschüsse zum Mittagessen für betreuende Tagesmütter. Gegen 21:45 Uhr endete die Veranstaltung. Es ist dem Focus zu wünschen, auch in Zukunft Themen zu wählen, an denen viele Queller Interesse zeigen.

Focus-Klön mit Oberbürgermeister Pit Clausen

Auszug aus dem Queller Blatt Oktober 2014

Bericht des Westfalenblattes vom 28.08.2014 zur Focus-Veranstaltung.

*Vorsorgeurkunde und
** Testament – WICHTIG ODER NÖTIG?Vortrag mit Klaus Betzendahl (Rechtsanwalt und Notar)TERMINE:
1) *Montag, 16. Juni 2014, 19.00 Uhr im Pflegezentrum Quelle,
Galoppweg 3 (Thema: Vorsorgeurkunde)
und
2) **Montag, 23. Juni 2014, 19.00 Uhr im Pflegezentrum Quelle,
Galoppweg 3 (Thema: Testament)

Heute Zeit geben – später Zeit annehmen:
Fürsorge für andere – Vorsorge für mich

Eine Seniorengenossenschaft für Quelle und Umgebung?

Vortrag mit Diskussion: Dr. Karin Duden
Mittwoch, 14. Mai 2014, 18.00 Uhr
im Pflegezentrum Quelle, Galoppweg 3

„Was wird, wenn ich eines Tages richtig alt bin und Hilfe brauche, aber gern in meiner Wohnung bleiben möchte, meine Kinder anderswo leben oder sehr belastet sind, meine Freunde weggezogen oder selbst hilfsbedürftig sind?“ Ähnliche Fragen stellen sich viele Mitmenschen, denn sie wissen: Die öffentlichen Kassen sind leer, Renten und Rücklagen können schmelzen, das Pflegepersonal und seine Zeit ist knapp. Schon in den 1990er Jahren haben Bürger Initiativen ergriffen, die als Seniorengenossenschaften oder auch Zeitbank bezeichnet werden, z. B. in Baden-Württemberg und Hessen. Ihr Ziel: Ältere Mitbürger dabei zu unterstützen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und Vereinsamung zu verhindern, z. B. durch Besuche, Aktivitäten, Besorgungen, Begleitungen, Hilfe bei Formalitäten und Haushaltstätigkeiten. Das Prinzip einer Zeitbank/Seniorengenossenschaft ist: Fürsorge für andere und Vorsorge für mich. Jüngere bzw. Leistungsstärkere helfen Älteren bzw. Leistungsschwächeren bei der Bewältigung des Alltages und der Wahrnehmung von Angeboten. Gleichzeitig können Unterstützer die eingesetzte Zeit auf Zeitkonten für einen späteren Lebensabschnitt ansparen, wenn sie selbst Hilfe brauchen. Anstelle einer Kompensation durch Zeitgutschrift kann auch ein bescheidenes Honorar vereinbart werden, wenn finanziell möglich. Zeitspenden sind natürlich willkommen, um dem Verein und Mitgliedern unter die Arme zu greifen. Bestehende Seniorengenossenschaften – meist als gemeinnützige Vereine anerkannt – können mit ihren Erfahrungen und ausgearbeiteten Materialien als Modell dienen. Eine umfangreiche Recherche wurde bereits durchgeführt. Im nächsten Schritt werden passende Bedingungen für unsere Seniorengenossenschaft Seniorengenossenschaft festgelegt. Organisation und Logistik müssen ebenfalls geplant und schließlich auch bewältigt werden. Für die Entwicklung des Konzeptes und seiner Umsetzung wird eine stattliche Initiativgruppe zuständig sein, die sich in nächster Zeit bilden sollte. Bis zur Umsetzung unseres Vorhabens wird noch einige Zeit verstreichen, weil eine Zeitbank/Seniorengenossenschaft auf Dauer und seriös angelegt werden muss.

Die Focus-Veranstaltung am 14. Mai war mit ca. 35 Personen gut besucht. Nach einer Einführung ins Thema entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit wohlwollender Unterstützung für den Aufbau einer Seniorengenossenschaft, die langfristig alle Bielefelder Stadtteile versorgen sollte.

Personen, die sich dafür engagieren möchten, sind herzlich willkommen und mögen bitte Kontakt zur Referentin aufnehmen: karin.duden@t-online.de, Tel.: 05 21-15 03 85.

Auszug aus dem Queller Blatt Juni 2014

Wo ist mein Schlüssel (Portemonnaie, Hut usw.)? Kennen Sie das, und sind Sie im höheren Lebensalter? Demenz? Seien Sie beruhigt: Wenn Sie gelegentlich etwas vergessen, ist das noch kein Zeichen für Demenz! Erst wenn Sie selbst und/oder Ihre Angehörigen im Verlauf von ca. 6 Monaten ständige Vergesslichkeit in unterschiedlichen Bereichen bemerken und der Verlust von zeitlicher (welcher Tag ist heute?) und räumlicher (wo bin ich?) Orientierung hinzukommen, kann es sich um Demenz handeln.

Das ist eines der spannenden Ergebnisse eines gut besuchten Vortrages von Dirk Eickmeyer vom Demenz-Service-Zentrum OWL in Bielefeld im Rahmen der FOCUS Gesprächsrunden im Pflegeheim am Rennplatz. Er rät im nächsten Schritt dann zu einer genauen ärztlichen Abklärung, weil es mindestens sieben Arten von Demenz gibt und die Erkrankung zusätzlich von einer Depression abgegrenzt werden muss.

Depressionen lassen sich heute nämlich sehr gut behandeln, und die Symptome können dann wieder verschwinden, sprich: eine Behandlung lohnt sich. Gegen Demenz gibt es nur aufschiebende Maßnahmen, aber keine Heilung, vor allem, weil man sich über die Ursachen und Entstehung von Demenzerkrankungen noch nicht einig ist und es deshalb keine wirksamen Medikamente gibt. Es helfen eine möglichst stetige Umgebung, die Erlaubnis zur körperlichen Bewegung und wohlwollende eindeutige Zuwendung von möglichst einer Bezugsperson.

Ist die Diagnose dann da, seien für Angehörige und Freunde/Nachbarn die Veränderungen bei den Erkrankten oft ein Schock, denn es bedeute den Ausstieg aus dem „Funktionieren“ und dem raschen „mal erledigen“. Ab jetzt geht nichts mehr mal eben so, aber es kann trotzdem gut gehen!
Angehörigen und sozialem Umfeld rät Eickmeyer zu einem gelassenen respektvollen Umgang mit den erwachsenen (!) Erkrankten und vor allem zum bewussten Einnehmen des Blickwinkels der Betroffenen, der manchmal einen unverhofften Zu- gang zu ihrem tatsächlichen Empfinden biete. So sei es doch egal, ob der Erkrankte z. B. den richtigen Namen des Betreuers wisse, so lange er sich in dessen Gesellschaft wohl und sicher fühle und ihn anerkenne. Das Empfinden der Erkrankten bleibe noch lange erhalten, und das könnten auch Freunde und Nachbarn in den so wichtigen Sozialkontakten nutzen.

Die meisten Kranken wollen so lange wie möglich zu Hause in gewohnter Umgebung bleiben. Also muss Sicherheit her: z. B. Stolperfallen (Teppiche!) müssen weg, eine Herdsicherung her und mit gelegentlichen Experimenten – so kann ein Jugend(!)- foto an der Zimmertür den Erkrankten das leichtere Auffinden des eigenen Zimmers ermöglichen oder eine farblich anders gekennzeichnete Tür das Finden der Toilette im Pflegeheim oder im Krankenhaus und damit den Beginn von Inkontinenz verhindern helfen, also viele unlösbar scheinende Probleme lassen sich „entschärfen“. Hier seien die Fantasie und das Einfühlungsvermögen der Betreuer gefragt, und dies werde oft reich belohnt. Hier hilft es, sich so viel professionelle Hilfe wie möglich zu holen! Für alle diese und die vielen anderen Fragen rundherum bietet sich an, mit dem Demenz-Service-Zentrum OWL unter Telefon 0521/9216-456 oder -459 oder info@ demenz-service-owl.de Kontakt aufzunehmen und sich so viele Informationen wie nötig zu holen.

Mit dem Verlauf der Demenz geht die Geschäftsfähigkeit des Kranken nach und nach verloren. Deshalb wies Rechtsanwalt und Notar Klaus Betzendahl an diesem Abend noch darauf hin, dass es kein Gesetz gebe, nach dem Ehegatten oder Kinder eine Verfügungsgewalt über den Erkrankten haben. Das könne jeder nur selbst für sich festlegen, ersatzweise ein Gericht, und nur Notare können rechtsgültig bestätigen, dass die Unterschrift unter einer Vorsorge-, Pflege- oder sonstigen Vollmacht die von dem sei, von dem in der Verfügung die Rede ist. Klaus Betzendahl will dazu noch eine Veranstaltung konzipieren, die die juristischen Auswirkungen und Voraussetzungen behandelt.

Auszug aus dem Queller Blatt April 2014

Tipps und Hinweise zum Schutz von Haus und Wohnung
geben: Harry Tix, KHK und Frank Walther, KHK von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Polizeipräsidium Bielefeld

am Mittwoch, 26. Februar 2014, 18.00 Uhr im Hotel Büscher

mit Detlef Werner

(Geschäftsführer der CDU-Ratsfraktion)

Dienstag, 8. Oktober 2013, 19.00 Uhr im
Red Boxx, Borgsenallee 3

Themen:
– Wie werde ich Oberbürgermeister?
– Städtepartnerschaften

Dienstag, 3. September 2013, 20 Uhr im Hotel Büscher

. . . selbstorganisiertes, generationenübergreifendes, gemeinschaftliches Wohnen

Dienstag, 30. April 2013, 19.00 Uhr
Gemeinschaftshaus Carl-Severing-Str. 115

Wo geht’s, wo nicht?

Infos für Queller Eltern am Dienstag, 9. April 2013, 20.00 Uhr im
Gemeindehaus Johanneskirche, Georgstraße 19 mit Regina Prizebilla-Voigt
Stadt Bielefeld, Jugendhilfeplanung

Gespräch mit Peter Diekmann, stellv. Bezirksbürgermeister (CDU)

zu Themen wie Bebauungsplan, Kinderbetreuung, Radwanderweg…

19. Februar 2013

Resümee der Veranstaltung:

Von Marion Grages

Die vorhandenen Stühle reichten nicht aus. Herr Wuttke, der die Red Boxx freundlicherweise als Veranstaltungsort zur Verfügung gestellt hatte, musste auf beinahe 40 aufstocken. Freude bei Herrn Betzendahl von der Queller Gemeinschaft, der zu dieser Veranstaltung eingeladen hatte. Freude aber auch bei Reiner Tegt und Marion Grages, die Transition Town ins Gespräch gebracht hatten.

Das besondere an Transition Town? Ein Energie- und Kulturwandel mit Kopf, Herz und Händen. Dieses Konzept eröffnet unendlich viele Möglichkeiten, sich für einen „postfossilen“, für einen nachhaltigen Lebensstil einzusetzen. Und das hat der Film, den Michael Schemm von der Bielefelder Transition Town- Gruppe mitgebracht hatte, sehr anschaulich gemacht. „TT“ bringt Menschen zusammen, die ihren Lebensstil und ihre Umgebung positiv verändern möchten, die an einer „gesunden“ Zukunft unseres Planeten mitwirken möchten.

Beinahe 40 Menschen hat „TT“ am 24.1. zusammengebracht, bleibt zu hoffen, dass es am 7.2. ein Wiedersehen gibt. „Aber es können auch noch mehr werden“, so die wünschenswerte Aussicht von Michael Schemm. Am Dienstag, den 7.2., gilt es, Ideen für Quelle zu spinnen. Was wünschen wir uns? Wie können wir wo aktiv werden? Treffpunkt ist um 20 Uhr das Konferenzzimmer im Hotel Büscher.  Fest steht, dass Quelle gut aufgestellt ist: Die Queller Gemeinschaft mit ihren vielen Kontakten sitzt im Boot, in der Kirchengemeinde hat sich eine Umwelt bewegte Gruppe gegründet,  zwei ökologisch engagierte Siedlungen gibt es bereits, und die Politiker in der Bezirksvertretung sind durchaus offen für neue Idee – so zumindest die Erfahrungen der letzten Jahre.
Bleibt nun der Wunsch, dass viele Quellerinnen und Queller neue Wege gehen möchten hin zu einer lebenswerten Zukunft..


Text der Einladung:
Transition Town (am besten übersetzt mit: Stadt im Wandel) ist eine internationale Bewegung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Widerstandskräfte von Regionen und Menschen zu stärken (der so genannte Resilienzfaktor) und eine postfossile, relokalisierte Gesellschaftsform zu finden. Am Beispiel Fukushima konnte die Weltöffentlichkeit unlängst sehen, wie instabil und abhängig eine globalisierte Gesellschaft geworden ist. Wie aber macht man das – lokale Widerstandskräfte stärken? Es kann z.B. bedeuten, zukunftsfähige Lebensweisen zu entwickeln, bereits bestehende Gruppen und Initiativen miteinander zu vernetzen, Ressourcen zu bündeln und lokale Unabhängigkeit zu fördern, indem man die Region und die in ihr lebenden Menschen stärkt und eine alternative Stadtkultur entfaltet. Es ist ein Prozess, der Spaß machen soll, die ganze Kommune umfassen darf und ein breites Spektrum von Menschen anspricht und verbindet.

Die Idee von Transition Town entstand erstmals 2005 in der kleinen Stadt Totnes in Südengland. Hier entwickelte der irische Wissenschaftler Rob Hopkins mit seinen Studenten ein Handbuch zur Energiewende. Gemeinsam überlegten sie, wie sie ihre Region auf den Wandel in die postfossile Ära vorbereiten könnten. Mittlerweile gibt es schon über 350 Gemeinden und Städte, die sich diesem Prozess angeschlossen haben und mitmachen.

Das Interessante an der Transition-Town-Bewegung ist ihr kreativer, individueller und demokratischer Ansatz: Es gibt kein fertiges zugrunde liegendes Konzept. Stattdessen entwickeln die Menschen an unterschiedlichen Orten in Selbstorganisation auch ganz unterschiedliche Durchführungen. Allen gemein ist nur die Ausrichtung auf die Wiederaktivierung lokaler Märkte und wirtschaftlicher Selbstversorgung, die Reduktion des Verbrauches von fossilen Energieträgern und die Entwicklung eines nachhaltigen und einfachen Lebensstils. Das geschieht z. B. durch Stadtbegrünung (»essbare Stadt«) und Permakultur, Pflanzaktionen, Einführung von Regionalwährung, besondere Bildungs- und Trainingskonzepte für Kinder und Erwachsene, die Stärkung von Nachbarschaften und Gemeinschaften durch Mehrgenerationenprojekte, die Belebung alter Kulturtechniken und vieles mehr … Es gibt so viele Wege in eine lebenswerte Zukunft, wie es Menschen gibt.

Am 24.01.2012 zeigen wir um 20:00 Uhr in der RED BOXX, Borgsenallee 3, den Film zur Initiative: »In Transition 1.0«.
Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen!

Klön im Biergarten mit

Regina Kopp-Herr (MdL, SPD) Bezirksbürgermeisterin
und Peter Diekmann (CDU) stellv. Bezirksbürgermeister
um 20 Uhr im Hotel Büscher

Schulleiter Dominik Braus – der „Neue“ stellt sich vor – mit Sonja Lorenz, OGS

mit dem Thema: Quelle im Wandel?
Referent: Michael Schem

Resümee der Veranstaltung:

Zeitungsartikel des Westfalenblatts vom 20.10.2011

mit

Horst Breipohl (BfB)
Volker Sielmann (FDP)
Karl-Ernst Stille (B90/Die Grünen)
Brigitte Varchmin (Die Linke)


Resümee der Veranstaltung:

VeranstaltungsteilnehmerAm 13.09. fand im Hotel Büscher die k(l)eine Elefantenrunde mit Vertretern der vier kleineren Parteien statt. Alle waren der Einladung gefolgt, Frau Brigitte Varchmin (Die Linke), die Herren Karl-Ernst Stille (B90/Die Grünen), Volker Sielmann (FDP) sowie Horst Breipohl (BfB) sowie auch der Bezirksamtsleiter Herr Hellermann. Außer Mitglieder aus dem Vorstand der Queller Gemeinschaft hatten leider nur sehr wenige Queller Bürger den Weg zu der Veranstaltung gefunden. War das Interesse an den Themen so gering oder sind wir durch die vielen Talkrunden im Fernsehen bereits solchen Veranstaltungen überdrüssig geworden? Eigentlich schade, da bei dieser Veranstaltung doch Themen besprochen wurden, die unseren Ortsteil konkret betreffen. Auf alle Fälle war die Veranstaltung sehr informativ, es wurde reichlich diskutiert.

Im kommenden Frühjahr wird die Bebauung Alleestraße Teil C wieder die Bezirksvertretung beschäftigen und Kontakt mit dem Investor aufnehmen, da der Rückzug der britischen Streitkräfte aus der Region vorrausichtlich erst 2012 bekanntgegeben wird. Ob und wann die betreffenden Häuser dann dem Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen kann zur Zeit noch niemand sagen. Von den anwesenden Quellern wurde in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, das im Zuge der Bebauung der Alleestraße auch die zugehörige Infrastruktur betrachtet und entsprechend angepasst werden muss. Niemand kann im voraus sagen, ob Familien mit Kindern, Single oder Senioren dort ihr neues Zuhause finden werden.
Die Umgestaltung des Luttertals wurde genauso angesprochen wie die offene Kinder- und Jugendarbeit, aus der sich die Stadt Bielefeld vollständig zurückgezogen hat. Gesprächsthemen waren auch die Betreuung in der Grundschule, die Verkehrssicherung auf den Schulwegen und die Parkplatzsituation an der Carl-Severing-Str..

Beim Thema „Pfeifsignal Haller Willem“ wurden die Mitbürger durch Klaus Betzendahl auf den neusten Stand gebracht.
Es war für alle Seiten eine lohnende Veranstaltung, die Queller Gemeinschaft wird sich auch in Zukunft um intensive Kontakte zur Bezirksvertretung und Ihren Mitgliedern bemühen.

Unser Luttertal– shit happens?

Infos zum Maßnahmenplan am Donnerstag, 26. Mai 2011, 20.00 Uhr, Gaststätte Sprungmann, Osnabrücker Str. 85 mit Hans-Werner Ohse, Umweltamt Abteilung Landschaft-Gewässer-Naturschutz  und Hans-Georg Hellermann Leiter Bezirksamt Brackwede

Zeitungsartikel “Lutterquelle” im WB v. 21.05.2011


Resümee der Veranstaltung:

An den Teichen tut sich was!Lutteraue
Lange haben Anlieger und Spaziergänger auf die Sanierung der Lutteraue gewartet. Doch werden sie noch eine Zeitlang mit der Geruchsbelästigung durch Faulgas und Fäkalien leben müssen. Zu nächst beginnen die vorbereitenden Maßnahmen im Luttertal.

Kürzlich wurden die Pläne beim »Focus Quelle« vorgestellt, nachdem sie bereits im März die Bezirksvertretung passiert hatten. Hans-Werner Oh se und Arndt Becker vom Umweltamt der Stadt Bielefeld er läuterten mit Unterstützung durch Bezirksamtsleiter Hans-Georg Hellermann in der Gaststätte Sprungmann den zahlreich erschienenen Mitbürgern die erforderlichen Baumaßnahmen.

Noch in diesem Jahr soll damit begonnen werden, die Durchgängigkeit der Lutter zu erhöhen, d. h., das Wasser soll zukünftig nicht mehr durch die Stauteiche fließen, sondern um sie herum, damit die Ablagerung von weiteren Sedimenten vermieden wird. Dazu müssen am Teich 4 (siehe Plan Seite 5) ein Damm aufgeschüttet und eine Sohlgleite – ein kurzes Stück Bachbett mit stärkerem Gefälle – gebaut werden. Dieses kann aber mit Rücksicht auf die hier lebenden Amphibien erst im September geschehen. 90 Prozent der ca. 150.000 Euro teuren Baumaßnahme werden vom Land NRW übernommen.

 

 

In den nächsten Bauphasen, deren Finanzierung allerdings noch nicht gesichert ist, müssen zunächst die Wege für Forstwirtschaft, Gewässer- und Kanalunterhaltung nutzbar gemacht werden, auch damit die Baufahrzeuge zum Teich 1 gelangen können, da eine Zufahrt vom Freibad aus nicht möglich ist.

Teich 1 – der »Problemteich« mit der Einleitung aus dem Überlauf der Mischwasserentwässerung – wird allerdings der Sanierung von Lutteraue und den übrigen Teichen geopfert werden müssen. Hier soll die Einleitung des Regenüberlaufes Marienfelder Straße direkt in den Bachlauf erfolgen, um zu vermeiden, dass sich die Faulgas verursachenden Stoffe im Teich ablagern. Nach dem Verfüllen des Teiches soll der Spazierweg verlegt werden. Die restliche Teichfläche wird voraussichtlich als Brache mit Blänken (Kleingewässern) der Natur überlassen.

 

Als letzter Bauabschnitt – mit Finanzierungsvorbehalt voraussichtlich etwa 2012 bis 2014 – folgt die Entschlammung der verbleibenden Teiche. Da der Schlamm mit Schadstoffen belastet ist (auch durch die ehemalige Nutzung der Staugewässer als Klärteiche), müsste er kostspielig auf einer Deponie der Klasse 2 gelagert werden. Um dieses zu vermeiden, wird die östliche Ausbuchtung von Teich 4 mit dem Schlamm aus den übrigen Teichen verfüllt, zum Schutz des Grundwassers allerdings komplett in Folie verpackt.

 

 

 

 

Den Ausführungen der Fachleute folgten teilweise kritische Anmerkungen wegen der erheblichen, aber notwendigen Eingriffe in das idyllische Luttertal. Die »ideale Lösung« wird es laut Hans-Werner Ohse nicht geben, und Arnt Becker ergänzte, dass mittelfristig alle vier Teiche durch Verschlammung verloren gingen, wenn jetzt nicht eingegriffen würde.

(Abdruck der Sanierungspläne mit freundlicher Genehmigung des Bielefelder Umweltamtes)

Auszug aus dem Queller Blatt Juni 2011

Wo geht, wo nicht?
Infos für Queller Eltern am Dienstag, 29. März 2011, 20.00 Uhr im Gemeindehaus Johanneskirche, Georgstraße 19

mit Regina Prizebilla-Voigt, Stadt Bielefeld, Jugendhilfeplanung


Resümee der Veranstaltung

Kinderbetreuung in Quelle: Zum Arbeitskreis »Focus Quelle« in der Queller Gemeinschaft kamen 30 interessierte Personen.

Unter dem Titel »Kinderbetreuung von U3 bis OGS. Wo geht’s, wo nicht? Infos für Queller Eltern« fand am 29. März im Johannes-Gemeindehaus ein Focus-Abend statt. Die Queller Gemeinschaft, vertreten durch Klaus Betzendahl, hatte Regina Prizebilla-Voigt von der Jugendhilfeplanung der Stadt Bielefeld als Referentin eingeladen. Etwa 30 interessierte Eltern waren anwesend. Prizebilla-Voigt erläuterte den vom Bundesgesetzgeber bestimmten Rechtsanspruch der Eltern zur Betreuung ihrer Kinder. In Quelle ist momentan eine ausreichende Zahl an Kindergartenplätzen vorhanden. Es gibt unterschiedliche Betreuungszeiten: 25, 35 oder 45 Stunden pro Woche. 75 Prozent aller Eltern wählen die Ganztagesbetreuung.

Rahel Dorn vom Jugendamt informierte über die Tagespflege: In Quelle gibt es fünf Tagesmütter und einen Tagesvater. Die Personen werden auf ihre Eignung zur Tagespflege vom Jugendamt überprüft. Eine Tagesmutter sollte älter als 25 Jahre sein und eine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Ein Führungszeugnis sowie ein ärztliches Attest sind vorzuweisen. Die Wohnung muss geeignet sein, den Kindern genug Platz zu bieten.

Sonja Lorenz, Leiterin der Offenen Ganztags- Grundschule (OGS) Quelle, erläuterte die derzeitige Situation: Auf 340 Schüler kommen 182 Betreuungsplätze. Die Betreuung findet montags bis donnerstags von 7:00 bis 16:30 Uhr und freitags von 7:00 bis 15:00 Uhr statt. Im Februar war die Platzvergabe für das kommende Schuljahr. Es gibt nur eine kleine Warteliste, wahrscheinlich werden alle Kinder einen Platz bekommen.

Michaela Rathscheck von der Queller Gemeinschaft sieht trotzdem für die Zukunft einen Platzmangel: »Wenn 75 Prozent der Eltern eine Ganztagsbetreuung wählen, reichen die Plätze in der OGS (50 Prozent) nicht mehr aus.«  

Auszug aus dem Queller Blatt Mai 2011

Sie soll(t)en uns kennenlernen am Dienstag, 11.1.2011 um 20.00 Uhr im Hotel Büscher.

Wer nichts macht, ist selber Schuld.

Offensiv und fachkundig stieg Oberbürgermeister Pit Clausen in das Gespräch mit Queller Bürgern beim Focus der Queller Gemeinschaft ein. Die desaströse Haushaltslage der Stadt, nicht zuletzt hervorgerufen durch den Rückzug des Bundes aus der sozialen Verantwortung, verlange ein um – fangreiches Sparprogramm, das nicht oh ne Kürzungen und Streichungen auskomme.

Oberbürgermeister Pit Clausen beim »Focus Quelle«: Hans Gieselmann (l.) überreicht die neueste Ausgabe des Queller Blattes; auch Uwe A. Jauer(2. v. l.) und Klaus Betzendahl diskutierten mit dem OB (Foto: KHS).

»Es wird bei Erhöhung verschiedener Kosten, wie z. B. der Grundsteuern, weniger an Service geben; ansonsten werden die Kommunen ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen können.«
So Clausen wörtlich.

 

Was die angesprochenen Queller Probleme angeht, so sieht er manches auf einem guten Weg: Die Sanierung des Luttertales ist angeschoben und wird über den Gebührenhaushalt finanziert, der nicht von der Haushaltssicherung betroffen ist. Bis Ende 2012 sollen die Probleme behoben sein.

Auch bei der Jugend- und Kinderarbeit sieht er Quelle ganz gut versorgt, für sicherlich wünschenswerte Erweiterungen bestehe aber gegenwärtig kein Spielraum.

Einzig bei der Streichung der Bezirksamtsleiterstelle des Stadtbezirkes Brackwede bleibt Clausen hart. Hier verweist er auf die von der Politik gestellten Forderungen zur Einsparung und die nach gründlichen Erwägungen verbleibenden Möglichkeiten. Eine Umstellung – wie schon in anderen Stadtbezirken – auf Bezirksmanager, die einem einzigen Bezirksamtsleiter für Brackwede, Senne und Sennestadt zuarbeiten sollen, hält er für praktikabel, ohne dass zu viel Präsenz für den Bürger verlorengeht.

Dieser Punkt wurde von einigen anwesenden interessierten Bürgern durchaus kontrovers mit ihm diskutiert (siehe Kas ten auf der folgenden Seite).

Zum Ende des Abends nahm der Oberbürgermeister Anregungen, Wünsche und Vorstellungen von Queller Bürgern und die neueste Ausgabe des Queller Blattes mit und versprach, offen gebliebene Fragen nachträglich zu beantworten.

Regina Kopp-Herr, die neue Bezirksvorsteherin des Stadtbezirkes Brackwede und frisch gewählte Landtagsabgeordnete im Wahlkreis 93 (Stadtbezirke Heepen, Brackwede, Stieghorst, Sennestadt und Senne), stellte sich am 8. Juni im Hotel Büscher dem Arbeitskreis »Focus Quelle« in der Queller Gemeinschaft vor.

Hier einige Stationen aus ihrem Leben:

Geboren wurde sie am 17.8.1957 in Oberhausen und lebt seit nunmehr 22 Jahren im Stadtbezirk Brackwede. Sie ist seit 1984 verheiratet, hat vier Kinder, zwei Mädchen (23 und 16) und zwei Jungen 21 und 19), Die Familie wohnte zunächst im Heidekamp, zog später nach Ummeln an den Bohlenweg.

Zuletzt arbeitete die gelernte med. techn. Assistentin als pädagogische Fachkraft in der Ganztagsbetreuung. Viele Jahre lang engagierte sie sich aIs Vorsitzende des Fördervereins der Gesamtschule Brackwede.

Ihr Leitmotiv (nach Regine Hildebrandt): »Ich kann mein Herz bei allem, was ich tue, nicht einfach draußen lassen«.

2004 wurde das SPD –Mitglied (seit 1992) in die Bezirksvertretung Brackwede und 2009 zur Bezirksvorsteherin gewählt. Seit 2004 ist sie im Jugendhilfeausschuss der Stadt Bielefeld tätig und seit 2009 Ratsmitglied. So ist es (fast) selbstverständlich, dass die Jungend- und Familienpolitik auch bei ihrer Arbeit im Landtag an erster Stelle steht.

»Vorzügliche Jugendarbeit leisten die Sportvereine, die Feuerwehr und alle anderen Vereine, in denen sich Jugendliche engagieren (können)«, hebt die neue Brackweder Bezirksvorsteherin lobend hervor, »ohne die vielen Menschen mit ihrem ehrenamtlichen Engagement für das Gemeinwohl wäre es für unsere Gesellschaft nicht gut bestellt.«

Auszug aus dem Queller Blatt – Karl-Heinz Stoßberg

Auf Einladung des Arbeitskreises »Focus Quelle« berichtete unser Brackweder Bezirksvorsteher aus seinem abwechslungsreichen Leben. Im pommerschen Schneidemühl geboren, aufgewachsen in Berlin, absolvierte er nach der mittleren Reife zunächst eine Metzgerlehre mit Abschluss als Geselle. Dieser Beruf hat ihn sichtlich nicht sonderlich interessiert, denn als »auf Kammerich« Leute gesucht wurden, begann er dort zunächst als Hilfskraft.

1964 hatte er es bereits mit 29 Jahren zum Werkmeister in der Röhrenfertigung mit 100 Arbeitern gebracht. Ingesamt 39 Jahr e hat er den Kammerichwerken treue Dienste geleistet, er war sogar 1976 für ein Jahr in den Iran geschickt worden, um dort ein neues Röhrenwerk in Betrieb zu nehmen. Zuletzt war er Umweltschutzbeauftragter, als 56- Jähriger ging er 1990 in den Vorruhestand.

Bereits 1982 begann seine beispiellose politische Karriere. Er wir d Mitglied der CDU, 1984 Bezirksvertreter, 1987 Sprecher der CDU-Fraktion. 1989 wurde er zum ersten Mal Bezirksvorsteher – in geteilter Amtsperiode mit dem verstorbenen Helmut Elges (BfB). 1999 trat er das Amt des »Bürgermeisters von Brackwede « erneut an, das er mit Ausklang dieser Wahlperiode ab geben wir d – nach einem Vierteljahrhundert politischer Aktivität in der Bezirkvertretung Brackwede.

Siegfried Kienitz

Wer kennt ihn nicht, den scherzhafterweise »König von Brackwede« genannten Siegfried, der an allen Festen und öffentlichen Veranstaltungen teilnimmt, sie eröffnet und stets ein offenes Ohr für die Bürger »seines« Stadtbezirkes hat. Insider n hat er einmal anvertraut, dass er pro Jahr weit mehr als 300 Termine wahrnimmt zum Wohle der Allgemeinheit. Sein Stadtbezirk, wie er gern spricht, liegt ihm dabei sehr am Herzen. Sein eigenes dagegen hat ihm in jüngster Zeit immer wieder Probleme bereitet, kürzlich bekam es eine neue Herzklappe verordnet – mit an schließender Reha. Siegfried Kienitz nimmt es, wie es kommt, und wird damit fertig.Dass es bei einem solchen Engagement für die Mitmenschen einer Person im Hintergrund bedarf, ist klar: Seine Tina, die unermüdlich ihr en Siegfried unterstützt und viele Dinge gerade im Umgang mit den Bürger n auf dem kleinen Dienstweg erledigt, bedarf der besonderen Anerkennung. Die Redaktion des Queller Blattes wünscht Siegfried Kienitz noch viele gute Jahr e mit seiner Tina mit weniger ehrenamtlichen Terminen.

Auszug aus dem Queller Blatt Karl-Heinz Stoßberg

Politikern auf den Zahn fühlen
“Focus Quelle” will sich um “Knackpunkte” im Stadtteil kümmern
(von Eike J. Horstmann)

Bis die Bielefelder im Herbst zur Kommunalwahl gebeten werden, geht noch einige Zeit ins Land. Für den “Focus Quelle” ist der Urnengang hingegen schon jetzt brandaktuell. Beim ersten Treffen im neuen Jahr sammelte der Arbeitskreis der Queller Gemeinschaft lokalpolitische Themen, mit denen er im Vorfeld der Wahl den Kandidaten für Rat und der Bezirksvertretung auf den Zahn fühlen will. Dabei mussten die Queller nicht lange suchen, bis sie gleich eine ganze Liste von Knackpunkten zusammen hatten. Der “Focus Quelle” hat zwar nichts mit der gleichnamigen Zeitschrift zu tun, kümmert sich jedoch auch um Fakten, Fakten, Fakten, die den Bürger der inzwischen über 10.000 Einwohner zählenden Gemeinde unter den Nägeln brennt.
Seit zwei Jahren bildet der Arbeitskreis eine Verbindung zwischen dem Vorstand der Queller Gemeinschaft und Bürgern, die sich nicht für eine Mitgliedschaft im Verein, sondern nur für einzelne Themen interessieren. “Der Focus soll dabei helfen, Berührungsängste zu überwinden”, sagte der Initiator des Arbeitskreises, Klaus Betzendahl.
Berührungsängste waren allerdings wohl weniger der Grund, warum das Treffen zum Thema “Kommunalwahlen” eher spärlich besucht war. Wahrscheinlich ist die Wahl für viele Leute noch zu weit weg”, sagt der zweite Vorsitzende der Queller Gemeinschaft, Bernd Hellweg. Dabei werfen die Themen, die bei der am Sonntag vor der Wahl geplanten Diskussionsrunde mit den Lokalpolitikern diskutiert werden sollen, schon jetzt ihre Schatten voraus.
So werden die Bereiche Verkehr und Soziales eine zentrale Rolle spielen: ” Der Baubeginn der A33 wird ein Schwerpunkt sein”, sagt Betzendahl. Diskutiert werden soll auch die Sanierung der Carl-Severing-Straße, die Schulwegsicherheit und der Öffentliche Personen Nahverkehr. Beim OPNV konnte der Arbeitskreis bereits einen Erfolg verbuchen: Einer Focus-Initiative ist es zu verdanken, dass täglich um 22 Uhr vom Jahnplatz ein Bus Richtung Quelle startet.
Klartext von den Politikern wollen die Bürger auch zum Thema Kindergartenplätze und zur drohenden Überbelegung der Grundschule hören. Prognosen besagen, dass für die kommenden Jahrgänge jeweils fünf Klassen notwendig werden. “Das hätte zur Folge, dass wir spätestens 2005 19 Klassen und nur 18 Klassenräume haben”, sagt Betzendahl, der auch für die Kinder jenseits des Grundschulalters schwarz sieht: “Für Jugendliche wird in Quelle so gut wie nichts getan.” Der “Focus Quelle” will nun die gefundenen Themen mit möglichst vielen Interessierten weiter vertiefen. Das nächste Treffen ist am 10. Februar um 20 Uhr im Hotel Büscher.

Kommunalwahl in NRW – Ihre Entscheidung am 26. September 2004

Fragen aus dem Ortsteil Quelle an die Kandidaten
und an die politischen Parteien

A. Zur Haushaltspolitik

Jeder Vorschlag, jede Empfehlung, jede Forderung aus der Bezirksvertretung steht unter dem Vorbehalt einer Finanzierbarkeit. Zuschüsse des Bundes oder des Landes helfen nicht viel, wenn nicht in der Regel auch Finanzmittel aus dem städtischen Haushalt zur Verfügung gestellt werden können. Sind Sie bereit, zugunsten bestimmter Zielsetzungen, Umschichtungen im städtischen Haushalt vorzunehmen? Welche Prioritäten wollen Sie dabei setzen? Gibt es für Sie bestimmte Aufgabenbereiche oder konkrete Einzelprojekte, die Sie in der kommenden Legislaturperiode für besonders wichtig halten und deren vorrangige Finanzierung Sie umsetzen wollen? Welche Chancen sehen Sie, dies bei der Haushaltsplanung der Stadt Bielefeld zu verwirklichen?

B. Zur Bildungspolitik

Die Stadt hat die gesetzliche Verpflichtung, Kindergärten und Schulen nicht nur mit ausreichenden räumlichen und personellen Kapazitäten zur Verfügung zu stellen, mit diesen soll auch die Durchführbarkeit pädagogischer Konzepte und Richtlinien garantiert werden. Eine Bedarfsdeckung für Kindergartenplätze ist im Ortsteil Quelle seit Jahren nicht erreicht; befürchtet wird, dass auch die Queller Grundschule weiter steigenden Anforderungen nicht gerecht werden könnte. Anders lautende Versicherungen der Verwaltung und Politik werden aufgrund der Ausweisung weiterer Neubaugebiete und anhaltender Bautätigkeit bezweifelt. Wer trägt Ihrer Meinung nach die Verantwortung für Fehlplanungen in der Vergangenheit? Welche Lehren würden Sie daraus für Ihre eigene zukünftige politische Arbeit ziehen wollen?

1. Kindergarten- und Hortplätze in Quelle

Der Bedarf gilt erst dann als gedeckt, wenn etwa 92 % derjenigen Kinder eines Jahrgangs, die ab dem 3. Lebensjahr einen Anspruch haben, auch einen Platz erhalten. Diese Quote wird voraussichtlich auch 2004 / 2005 wieder nicht erreicht. Welche Vorschläge haben Sie, um die Situation zu verbessern? Oder halten Sie ein erweitertes Angebot im Hinblick auf überregionale statistische Bevölkerungsprognosen nicht für erforderlich oder machbar? Duch den Zuzug immer mehr junger Familien werden immer mehr Kindergartenplätze benötigt. Wie wollen Sie diese und auch diejenigen für die unter 3-Jährigen gewährleisten?

Im Kindergarten “Am Rennplatz” gibt es die einzige Hort-Gruppe in Quelle. Fördermittel des Landes werden ab 2007 gestrichen. Halten Sie die Fortführung der Hortgruppe – allein aus Mitteln der Stadt und Elternbeiträgen – für dringlich und möglich? (Immerhin sind im Hort auch Kinder im Vorschulalter und bis zu 14 Jahren untergebracht.) Oder sehen Sie eine Alternative in einer offenen Ganztags-Grundschule? Eine Entscheidung kommt auf Sie zu; wie würden Sie heute im Rat oder in der Bezirksvertretung dazu abstimmen?

2. Grundschule Quelle

Sie ist 4 1/2-zügig ausgelegt, also max. für 18 Schulklassen. Einerseits erarbeiten Schulleitung und Elternpflegschaft zurzeit ein Konzept, um sich als offene Ganztags-Grundschule zu bewerben. Andererseits erscheint offensichtlich, dass das Gebäude weder räumlich noch in der materiellen Ausstattung dafür vorbereitet ist. Würden Sie die Bewerbung der Schule unterstützen wollen – und wenn ja, wie? Und wenn nein – warum nicht?

Auch bei einer offenen Ganztags-Grundschule bleibt die vorhandene Randstundenbetreuung separat erhalten, vorausgesetzt, die von ihr genutzten Räume würden nicht als Klassenzimmer oder als Mensabereich benötigt. Würden Sie sich für den Erhalt der Randstundenbetreuung einsetzen, auch um den Preis etwaiger baulicher Erweiterungen?

Die Elternschaft beklagt erheblichen Unterrichtsausfall, insbesondere beim Sportunterricht. Eine Nutzung der Turnhalle an der Gottfriedstr. ist in der Vergangenheit daran gescheitert, dass die Stadt die Kostenübernahme für den Bustransport der Kinder ablehnt. Würden Sie das für die Zukunft weiterhin akzeptieren? Oder würden Sie eine neue Initiative starten, die Übernahme der Transportkosten durchzusetzen? Wenn ja, mit welchen finanziellen Mitteln?

Nur einmal angenommen – die Bedarfs-Prognosen der Verwaltung zu den Schülerzahlen der Grundschule würden übertroffen werden, welche Problemlösungen würden Sie eher unterstützen: Wären Sie eher für eine Anhebung der Klassenstärken (trotz evtl. zu kleiner Klassenräume und damit möglicherweise der Situation, dass pädagogische Konzepte – wie z. B. Gruppenarbeit – auf der Strecke bleiben)? Oder wären Sie eher für einen erneuten Ausbau der Schule (trotz langer Planungs- und Bauzeiten und schwieriger Finanzierung)? Oder würden Sie einen Lösungsansatz sehen in einer Nutzung der Grundschule Brock? Würden Sie es für besser halten, einen Jahrgang oder einzelne Klassen in die andere Schule zu verlagern, trotz Transportproblemen? Oder würden Sie es eher befürworten, die Schulbezirksgrenzen zu verschieben – trotzdem dann auch Kinder in unteren Klassen schwierigeren und evtl. gefährlicheren Schulweg hätten?

C. Jugendarbeit in Quelle und Freizeitangebot

Die demographische Entwicklung und neue entstehende Wohngebiete zeigen, dass es in Quelle bald über 1.000 Jugendliche geben wird, mehr als der TUS Quelle Mitglieder hat. Bestehende Angebote des CVJM, anderer Vereine und der Bezirksjugendpflege reichen für die Zielgruppe nicht aus, da andere Jugendliche andere Formen suchen. Ein immer größer werdender Teil von Jugendlichen lässt sich nicht in die bestehenden Freizeitangebote und Vereinsarbeit einbinden. Sie haben andere Gesellungsformen, wollen unter sich bleiben und treffen sich auf öffentlichen Plätzen, wo sie meist stören.

Daraus resultieren sich für uns folgende Wünsche:

– Schaffung eines überdachten Jugendtreffs auf dem Gelände an der Carl-Severing-Straße gegenüber dem Gemeinschaftshaus, nähe Kindertagesstätte – Förderung von Projekten in der offenen Jugendarbeit aus Mitteln der Bezirksvertretung und dem Dienstleistungszentrum Jugend, Soziales, Wohnen:

– Skaterpark
– Erweiterung von Sprungelementen,
– Jugendcontainer
– Zuschuss für pädagogische Arbeit,
– Soccer Nights – 14 tätige Veranstaltungen von Januar bis April und November bis Dezember

– Förderungen der Jugendverbandsarbeit

– wegen Kürzung der Landesmittel müssen fehlende Mittel im Johannes-Gemeindehaus kompensiert werden

Sehen Sie in unseren Schilderungen ein Problem und deshalb Handlungsbedarf? Welche Möglichkeiten sehen Sie, unsere Wünsche zu realisieren und ggf. Abhilfe zu schaffen?

Das Brackweder Freibad hatte in der vergangenen Saison ca. 40.000 Besucher. Es ist in unserem Ortsteil der Freizeittreffpunkt für Familien und Jugendliche. Sein Betrieb ist nur bis 2006 gesichert, sein Umbau zum Naturbad ist bislang nicht sichergestellt. Insbesondere fehlen Sponsoren-Gelder.

Was wollen Sie unternehmen, um das Freibad zu erhalten? Wie finanzieren?

Durch Baumaßnahmen auf kirchlichen oder städtischen Grundstücken sind allein im letzten Jahr zwei Bolzplätze weggefallen; der erhaltene Bolzplatz hinter der Heinemannschule deckt nicht den Bedarf. Spielplätze für Kinder sind Mangelware. Dafür haben wir eine Oberflächenwasserversickerungsanlage, die einen zentralen Bereich unseres Ortskerns flächenmäßig verbraucht und darüber hinaus Wohngebiete voneinander trennt. Widerspricht dies nicht den Belangen der Allgemeinheit? Würden Sie sich politisch dafür einsetzen, dies zu ändern? Hätten Sie dazu konkrete Vorschläge?

Unsere Wünsche für die Zukunft wären:

– der Ballspielplatz hinter der Gesamtschule müsste dringend renoviert werden (Erneuerung defekter Basketballkörbe, Sanierung des Bodenbelags)
– der Bolzplatz an der Berner Straße / Waldquellensiedlung soll erhalten bleiben
– der Platz am Schäferkamp / Ecke Genfer Straße soll entrümpelt / gesäubert werden und als Bolzplatz zur Verfügung stehen
– der Bolzplatz Berner Straße / Richtung Niemöllers Mühle hinter der Waldquellensiedlung / Schürhornweg soll nicht aufgeforstet werden und somit als Spielfläche erhalten bleiben

D. Schulwegsicherheit in Quelle

Auch wenn an anderen Stellen in der Stadt Schulwege problematischer oder schwieriger sein sollten, so beweist dies allenfalls dortige Versäumnisse. Dass es woanders schlimmer sei, ist kein Argument dafür, hiesige Gefahrenstellen abzutun und nicht zu fordern, solche zu entschärfen. Im Nachhinein erscheinen Unfälle immer als Verkettung unglücklicher Umstände; Vorsorge ist gefragt, nicht nachträgliches Bedauern. Grundschüler können altersbedingt Geschwindigkeiten und Entfernungen nicht richtig einschätzen, haben entwicklungsbedingt ein nur eingeschränktes Sehfeld, können gegenüber dem fließenden Verkehr unachtsam und für diesen – besonders bei Dämmerung oder Dunkelheit – schwer zu erkennen sein. Nach einer gesetzlichen Neuregelung kann Kindern bis zum Alter von 10 Jahren ein Mitverschulden bei Verkehrsunfällen nicht angelastet werden. Was aber helfen Wissen und Erkenntnis von Erwachsenen, wenn wir das Schutzbedürfnis der Kinder nur halbherzig anerkennen?

Neuralgische Gefahrenpunkte sind

– die Überquerung der Marienfelder Straße im Bereich Berner Straße / Kupferheide,
– die Queller Straße im Bereich des Bahnübergangs / Einmündung Arminstraße, Kupferheide,
– Einmündung Queller Straße auf die Carl-Severing-Straße,
– Einmündung Magdalenenstraße auf die Carl-Severing-Straße,
– Einmündungen Ursulastraße und Hengstweg auf die Magdalenenstraße,
– und auch alle Überweghilfen über die Carl-Severing-Straße, soweit rückwärtiger Linksabbieger-Verkehr zu beachten ist.

Eine Elterninitiative hat im letzten Jahr Bären-Schilder aufgestellt, um auf den Schulweg in den genannten Bereichen aufmerksam zu machen. Halten Sie dies oder das Aufstellen von anderen Verkehrszeichen für ausreichend?

Wenn die Queller Grundschule eine offene Ganztagsschule wird, werden die Kinder auch nachmittags nach 16.00 Uhr im Feierabendverkehr nach Hause gehen müssen. Sehen Sie darin eine zusätzliche Herausforderung? Was halten Sie von einer Ausweitung der Tempo-30-Zonen, zum Beispiel auf der Carl-Severing-Straße stadtauswärts von der Einmündung Queller Straße bis hinter die Grundschule, auf der Queller Straße von der Einmündung Carl-Severing-Straße bis über den Bahnübergang und im Bereich Marienfelder Straße, Einmündung Berner Straße / Kupferheide? Würden Sie diese oder andere Anregungen und Vorschläge politisch unterstützen oder geben Sie sich mit Stellungnahmen des Fachbereichs zufrieden?

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Haben Sie auch noch Fragen? Kommen Sie am Donnerstag, dem 16. September 2004, um 20.00 Uhr ins Hotel Büscher, um mit uns und unseren Kommunalpolitikern über die angesprochenen Themen zu diskutieren.

Als wir vor zwei Jahren mit unseren beiden Kindern nach Quelle zogen, ging ich noch selbstverständlich davon aus. dass unsere Tochter ab ihrem dritten Lebensjahr einen Kindergartenplatz haben würde. Weit gefeh1t. Erst im kommenden September (2003) – dann wird Lisa viereinhalb Jahre alt sein – wird für sie ein solcher Platz bereitstehen. Und genauso ergeht es etwa 67 anderen Kindern in Quelle. Ein echtes Problem nicht nur vor dem Hintergrund der PISA-Studie. Es war für mich keine Frage, dass daran etwas geändert werden musste, und ich war mir sicher. dass es gelingen würde.

Ich las und hörte von der “Queller Gemeinschaft”, und später auch vom “Focus Quelle”. Im Oktober letzten Jahres (2002) besuchte ich zum ersten Ma1 einen solchen “Focus” und lernte dort den Initiator, Herrn Betzendahl kennen. Das war gut so. Seine umfangreichen Informationen und einschlägigen Erfahrungen haben den nun folgenden Prozess beschleunigt.

Vier andere Mütter aus dem Focus Quelle und ich schlossen uns schnell zu einer Elterninitiative zusammen: Herrn Betzendah1 war es nur Recht, dass wir unabhängig von der Queller Gemeinschaft auftraten, um deutlich zu machen, dass Druck auch von anderer Seite kommt.

Erstes Vorhaben unserer Initiative sollte es sein, die Bezirksvertretung Brackwede mit 68 Kindern “zu stürmen”, eben um 68 fehlende Kindergartenplätze anschaulich zu machen. Mit den Verantwortlichen vom städtischen Jugenddezernat besprachen wir die Hintergründe für die Queller Misere. Konstruktiv und wohlwollend war die Atmosphäre. Wir bewarben den “Besuch” bei der Bezirksvertretung mit Flugblättern und knüpften fruchtbare Kontakte zur Presse.

Tatsächlich waren es am 7.11.2002 dann doch nur 35 Kinder, die mit ihren Eltern zur Bezirksvertretung kamen. Für die Politiker offenbar trotzdem eine beeindruckende Demonstration. Deshalb wurde die Verwaltung beauftragt, verschiedene Möglichkeiten zur Lösung des Problems zu prüfen. Vier Wochen später sollte eine entsprechende Entscheidung gefällt werden.

Am 12.11. wurde der SPD-Landtagsabgeordnete und Brackweder Bezirksvertreter Dr. Brunemeier zum Focus Quelle eingeladen. Mit unserem Problem rannten wir bei ihm offene Türen ein. Brunemeier: “Eine starke Forderungsfront muss aufgebaut werden.” Und am 5.12. fiel wie versprochen der (einstimmige) Beschluss der Brackweder Politiker: Die Stadt Bielefeld sollte die Finanzmittel für 45 zusätzliche Kindergartenplätze unvezüglich zur Verfügung stellen. Als Standort wurde das Gelände vom bereits bestehenden Kindergarten “Am Lichtebach” gewählt. Dort sollten Container aufgebaut werden, die leicht entfernt werden können, wenn der Bedarf an Kindergartenplätzen – wie zu erwarten – wieder abnimmt. Dieser Entscheidung der Bezirksvertreter mussten noch der Jugendhilfeausschuss und der Rat der Stadt Bielefeld zustimmen. Auch das war kein Problem. Am 30. Januar stand fest, dass es ab Herbst 45 neue Kindergartenplätze in Quelle geben wird.

Und dann – dann haben wir gefeiert. Und zwar auch mit den Verantwortlichen des Jugenddezernates, die uns hervorragend unterstützt hatten. Dieser Erfolg hat nicht nur mich ermutigt, auch zukünftig Einfluss auf (politische) Entscheidungen nehmen zu können Unser nächstes Ziel: Wir wollen den Schulweg unserer Kinder im Bereich Queller Str./Carl-Severing-Str, sicherer machen. Hier liegen bereits konkrete Pläne vor. Wir freuen uns über jeden, der oder die Lust hat, sich einzumischen, um den Ortsteil Quelle lebenswerter zu machen.

Juni 2003, Marion Grages

Schreiben vom 14.04.03 an das Bezirksamt Brackwede:

Queller Grundschule – “null problemo”(?)

Sehr geehrter Herr Kienitz,

in einem Zeitungsartikel vom 10. April 2003 in der NEUEN WESTFÄLISCHEN wird über Ihren Besuch in der Queller Grundschule berichtet. Die Aussage des Artikels vermittelt den Eindruck, dass ein Schlussstrich unter eine öffentliche Diskussion gezogen und ein Problem als nicht existent abgehakt werden soll. Der Vorstand der Queller Gemeinschaft möchte Ihnen dazu antworten:

Es gibt kein Gerücht, die Queller Grundschule sei zu klein. Es gibt betroffene Eltern, die sich im Herbst letzten Jahres für die Schaffung weiterer Kindergartenplätze vehement engagiert hatten. Nachdem nunmehr seitens der Verwaltung die Zusage für zwei weitere Kindergartengruppen mit insgesamt 45 Plätzen gegeben worden ist, ergab sich für diese Eltern konsequenter Weise die Frage, ob die Queller Grundschule von der Kapazität her auch künftig ausreichen werde. Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, hat es im Arbeitskreis Focus Quelle Gespräche mit der Schulleitung und der Schulpflegschaft gegeben. Zu resümieren ist danach, dass zur Zeit die räumlichen Gegebenheiten für den voraussichtlichen Bedarf in den beiden kommenden Schuljahren ausreichen wird. Dabei wurde auf die tatsächlichen Zahlen derjenigen Kinder abgestellt, die die Queller Kindergärten zum nächsten Schuljahr verlassen werden.

Gegenüber dem Zeitungsartikel ist jedoch richtig zu stellen, dass die Queller Grundschule nicht 18, sondern nur 16 Klassenzimmer hat und zusätzlich über zwei weitere sogenannte Mehrzweckräume verfügt. Diese werden allerdings schon jetzt als Klassenzimmer benutzt, weil sie besonders groß sind. Freie Räume sind der AWO für die Randstundenbetreuung überlassen. Wenn diese Räume auch als Klassenzimmer benötigt werden, fällt die Randstundenbetreuung unter Umständen ersatzlos weg, wenn nicht Räume doppelt belegt oder andere in der Nähe der Schule gefunden werden können.

Leider geht der Zeitungsartikel nicht auf das Kernproblem ein, dass der Arbeitskreis Focus Quelle in der hohen Zahl der Kinder pro Klasse sieht; diese wird im Zeitungsbericht auf durchschnittlich 28 Kindern pro Klasse geschätzt. Selbst nach Meinung von Herrn Heidemann ist bei einer solchen Klassenstärke in manchen Räumen der Schule vernünftiger Unterricht nicht mehr möglich, sondern “nur noch Stress”. Ist dieser schon jetzt so groß, dass Mehrzweckräume in Klassenzimmer umfunktioniert werden mussten? Es erscheint den Mitgliedern des Arbeitskreises Focus Quelle durchaus legitim und vernünftig, die Frage zu stellen, wie die Schulleitung Unterricht sicherstellen will, wenn die Platzempfehlung (2 m² pro Schüler) nicht vorhanden ist. Das Problem liegt also nicht in der Anzahl, sondern wohl eher in der Tatsache, dass die Klassenzimmer zu klein sind für die erwarteten großen Klassenstärken. “Null problemo” ? diese Aussage könnte voreilig sein; zumindest wirkt sie zum jetzigen Zeitpunkt oberflächlich.

Die Queller Gemeinschaft unterstützt deshalb den Arbeitskreis Focus Quelle darin, auch künftig die tatsächliche Entwicklung der Schülerzahlen an der Queller Grundschule mit den Prognosen der Verwaltung zu vergleichen. Dieses Interesse dürfte niemanden nerven, erst recht nicht die Schulleitung.

Mit freundlichen Grüßen
der Vorstand der Queller Gemeinschaft