Viele Fragen, wenig erhellende Antworten
Beim Focus Quelle-Informationsabend konnten die hohen Erwartungen an die
Bauverwaltung nicht erfüllt werden
Quelle. So viele Interessierte Bürgerinnen und Bürger wie noch nie kamen am 20. April zum beim Themenabend „Wo wird Quelle weiter wachsen?“ Erneut musste die Baudezernentin Claudia Koch sehr kurzfristig absagen und hatte als Vertretung den Bauamtsleiter Lars Bielefeld ins Gemeindehaus der Johannes-Kirchengemeinde geschickt.
Der gab sich viel Mühe, um die Fragen der Gäste rund um die mögliche Ausweisung neuer Baugebiete und aktuell drängende Probleme im Verkehrsbereich zu beantworten, blieb jedoch in den meisten Fällen eher vage.
Stattdessen gab Bielefeld Einblicke in die Aufgaben und die neuen Strukturen des Bauamtes, sowie die Programme von Bund und Land (Bau-Turbo). Außerdem erläuterte er die Zuständigkeiten der einzelnen Behörden, die Regionalplanung, Förderprogramme sowie die Flächennutzungspläne im Bereich des Stadtbezirks Quelle. Lediglich beim Baugebiet Wilfriedstraße (Q 29) sorgte Bielefeld für ein wenig Klarheit, da er sich eindeutig für die Erschließung des Areals über die Osnabrücker Straße aussprach. Hier sei jedoch noch nichts endgültig entschieden, da die Abstimmung mit Straßen.NRW noch laufe.
In Sachen Lidl-Bau gab es Nachfragen bezüglich der Geschosshöhe.
Hier wollten die Bürger wissen, warum kein zweites Geschoss für Wohnungen oder gewerbliche Nutzung vorgesehen sind. Hierzu erklärte Bielefeld, dass es in ähnlichen Fällen Lärm-Probleme durch Kundenbewegungen und Warenanlieferungen gebe, die den Bewohnern nicht zuzumuten seien. Deshalb gebe es auf dem ehemaligen Kampmann-Areal ersatzweise ein weiteres Gebäude mit Wohnungen.
Auch Fragen zur Gestaltung der Bebauung auf dem inzwischen abgeräumten Gelände des Hotels Büscher mochte Bielefeld nicht im Detail beantworten. Hier habe der neue Investor noch keine endgültigen Planungen eingereicht. Es sei durchaus denkbar, dass auch dieses Bauvorhaben wegen Klagen der Anwohner vor Gericht landen könne. Grundsätzlich komme es häufig zu Verzögerung der Baugenehmigung, weil die Qualität der Anträge nicht den gesetzlichen Anforderungen entspreche.
Grundsätzlich würden er und seine Mitarbeiter/innen beim Bauamt keine konkreten Aussagen zu möglichen neuen Baugebieten machen, um Bodenspekulationen keinen Nährboden zu geben. Es gehe darum, bezahlbaren Wohnraum nicht zu verhindern.
So gingen die meisten Besucher des Informationsabends ohne konkrete Erkenntnisse zur Entwicklung Quelles nach Hause.
Der Vorstand der Queller Gemeinschaft wird das Thema jedoch weiter im Blick behalten und zeitnah neue Informationsabende anbieten.




