Jahreshauptversammlung am 27. April 2022

 

Bericht zur Jahresversammlung am 27. April 2022

 

Bei der Queller Gemeinschaft laufen die Vorbreitungen auf den Queller Sommer derzeit auf Hochtouren. Indessen geht der Blick auch voraus.  Zu Beginn der Jahreshauptversammlung des Vereins ging es zunächst um die Zukunft von Quelle – konkret um aktuelle Vorhaben der Kommunalpolitik.

Der Brackweder Bezirksbürgermeister Jesco von Kuczkowski  (SPD) startete als Gastreferent seine Tour durch Quelle bei der Grundschule. Dass das Bauprogramm zurückgestell t wurde, sei „sehr unbefriedigend“. Die Bezirksvertretung wolle sich jedoch nicht einfach damit abfinden und werde weitere auf eine frühere Umsetzung drängen.

Vor einer unumittelbar am 29. April bevorstehenden Deminstration für Tempo 30 auf der Carl-Severing-Straße zwischen Marienfelder Straße und Magdalenenstraße sowie auf der kompletten Mariefelder Straße erklärte Kuczkowski, dass er die Forderung persönlich unterstütze. Allerdings gab es in der Versammlung zu diesem Thema auch einzelne Gegenstimmen.

Einigkeit  bestand darin, dass das Gemeinschaftshaus für Quelle sehr wichtig sei. Keine Hoffnung machte der Bezirksbürgermiester bezüglich eines kurzfristig umzusetzendes Queller Jugendzentrums. Klaus Betzendahl, Vorstandsmitglied der Queller Gemeinschaft, kritisierte, dass es in dem Stadtteil kein freies Angebot für Jugendliche über 14 Jahre gebe. Dem stimmte Kuczkowski zu.

Ein weiteres Thema war ein insbesondere vom BUND kritisiertes mögliches Baugelände an der Lutter. Kuczkowski stellte klar, das es aktuell dafür keine konkreten Pläne gebe. BUND-Sprecher Adalbert Niemeyer-Lüllwitz wies jedoch mit Verweis auf den Perspektivplan der Stadt Bielefeld darauf hin, dass dies wohl möglich sei. Die Naturschützer fordern daher die Ausweisung der Lutteraue als Naturschutzgebiet. Die Emslutter sei zwischen Quelle und Niemöllers Mühle ein vielfältiges Biotopband, das erhalten werden müsse.

Ein Thema, das die Queller Gemeinschaft in der Vergangenheit mehrfach beschäftigt hat, die Zukunft der Versickerungsanlage in der Stadtteilmitte, ist nach Aussage des Vereinsvorsitzenden Bernd Rehmet von der Tagesordnung verschwunden: Das Biotop, das sich dort zwischenzeitlich gebildet hat, soll erhalten bleiben.

Wie Rehmet in seinem Jahresrückblick berichtete, zählt die Queller Gemeinschaft aktuell 234 Mitglieder. Elke hob in ihrem Kassenbericht hervor, dass der coronabedingte zweimalige Ausfall des Weihnachtsmarktes die Einnahmen erheblich schrumpfen ließ. Bei den Ausgaben hob sie die Geschenkaktion für Kita- und Grundschulkinder zum Weihnachtsfest hervor.

Das Thema, das den Verein derzeit am meisten in Atem hält, ist die Vorbereitung des Stadtteilfestes Queller Sommer am 18. und 19. Juni. Das Programm wird auf zwei Bühnen stattfinden. Auf der Wiesenbühne startet es an Samstag mit der Bielefelder Puppenbühne von Dagmar Selje und dem Stück „Kapitän Hansen in Seenot“. Später folgen eine Tanzperformance des TuS Quelle und der Linedance mit den Renegates. Auf dre Hauptbühne werden ebenfalls am Samstag die Musikschule Schröter und am Abend die Band „Touch of Sound“ auftreten.

Der Sonntag beginnt um 11 Uhr mit einem evangelischen Gottesdienst auf der Hauptbühne. Anschließend folgen ein Handglocken-Konzert, das Duo Saitenspringer und die Band Kater Kali, die nicht nur bei Kindern viele Freunde hat. Auf der Kinderbühne wird es magisch – mit dem Zauberer Florian, der zugleich zweiter Vorsitzender der Queller Gemeinschaft ist. Auch der größte Teil des weiteren Programms steht bereits, doch „ist für gute Ideen noch Raum“, wie Vorstandsmitglied  Thorsten Arning erklärte.

Traditionell  gibt die Jahresversammlung der Queller Gemeinschaft auch einen guten Rahmen für Kurznachrichten aus dem Vereinsleben der anwesenden Mitglieder. Diesmal berichtete etwa die Freiwillige Feuerwehr in Quelle von einer wachsenden Mitgliederzahl, dem Einsatz bei der Flutkatastrophe und einem neu angeschafften Fahrzeug. Auf Nachfrage wurde betont, dass die Bielefelder Feuerwehren für die wachsende Waldbrandgefahr gerüstet seien.

Wolfgang Brück vom Heimatverein informierte unter anderem über eine Wanderung zum Queller See und rückblickend auf 2021 über eine Veranstaltung zum 100-jährigen Jubiläum des Stadtteilfriedhofs. Niemeyer-Lüllwitz berichtete von der Arbeit des BUND und dem bevorstehenden Termin „Offener Garten“ am 12. Juni.

Im weiteren Verlauf entspann sich eine angeregte Diskussion  um die Forderung nach Tempo 30 auf großen Teilen der Carl-Severin- und der Marienfelder Straße. Mit der Queller Gemeinschaft verbindet den BUND eine längere Beschäftigung mit dem Rückhaltebecken; Niemeyer-Lüllwitz hob hervor, dass die Einrichtung bei den Starkregen des vergangenen Jahres ihre Funktion erfüllt habe. Gleichwohl will Klaus Betzendahl, Vorstandsmitglied der Queller Gemeinschaft, die Hoffnung nicht aufgeben, dass am Rande der Versickerungsanlage noch Platz ist, zum Beispiel für einen Platz, an dem sich Jugendliche treffen können. Konkret angeregt wurden weiterhiin öffentliche Fahrradständer im Vorfeld des Eiscafés San Remo.

Gegen Ende der Jahresversammlung stellte Betzendahl eine Bürgeranregung für die Brackweder Bezirksvertretung vor. Unter anderem geht es der Queller Gemeinschaft um die Notwendigkeit, dass der lange geplante Kindergarten an der Arndtstraße gebaut wird. Weiter sorgt sich dér Verein um einen sicheren Schulbeweg, zumal mit mehr Bebauung auch mehr Verkehr entstehe. Angeregt wird die Verlängerung des Haller Willem Patts entlang der Bahnstrecke. Eine Verlängerung der Magdalenenstraße über den Kreisverkehr hinaus könnte den Zubringerverkehr zur Grundschule entzerren.

Der Finnbahnverein ist dabei, die Finnbahn im Rahmen einer großen Gemeinschaftsaktion turnusgemäß zu sanieren. Nächster Treffpunkt ist am 7. Mai, 9 Uhr. Die Organisatoren hoffen auf möglichst viele freiwillige Helferinnen und Helfer. Wer kann, sollte Schubkarre, Spaten, Rechen oder Harke mitbringen, erklärte Thorsten Arning, der auch wie bei den Vortermin für ein kleines Catering sorgen wird.  

Zur Vorbereitung auf den Queller Sommer wird es weitere Treffen geben, unter anderem am Montag, 9. Mai, 20 Uhr, im Evangelischen Gemeindehaus. Traditionell veranstaltet die Queller Gemeinschaft von Zeit zu Zeit auch Gruppenreisen, die von Uwe Jauer organisiert werden. Die nächste führt vom 28. Juli bis 1. August nach Paris.

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