Klön im Biergarten mit Pit Clausen

Der Arbeitskreis Focus Quelle hatte Oberbürgermeister Pit Clausen zu einem Gespräch in der Reihe „Klön im Biergarten“ eingeladen.

Dieser Einladung sei er gern nachgekommen, wie er sagte. Das Wetter spielte leider nicht mit, und die Veranstaltung wurde vom Garten in den Saal des Hotels Büscher verlegt. Bezirksbürgermeisterin Regina Kopp-Herr und die stellvertretende Leiterin des Bezirksamtes Brackwede, Susan Steinborn, nahmen ebenfalls an diesem Gespräch teil.

Nach der Begrüßung durch Klaus Betzendahl nutzte der OB die Gelegenheit, eine Vorschau auf die neue Legislaturperiode zu geben. Ganz wichtig sei es für ihn, in den Dialog mit den Bürgern zu kommen, wie z. B. bei dieser Veranstaltung.

Beim ersten Punkt der Tagesordnung, die störenden Signaltöne am Bahnübergang in der Nähe des Queller Bahnhofs (dies Thema ist dem Focus sehr wichtig), wies der OB auf die Verantwortung der DB Netz AG sowie auf den Besitzer des angrenzenden Ackers und auf die benachbarte Firma DMW hin. Hier sei noch Gesprächsbedarf und viel Vermittlungsarbeit durch die Queller Gemeinschaft gefragt. Es hatte seinen Grund, dass sehr viele Queller Mitbürger zu diesem Gesprächsabend gekommen waren. Ungeduldig bat man den Moderator des Abends, Uwe Jauer, das Thema Aldi vorzuziehen. Das Westfalen-Blatt und die Neue Westfälische hatten eine Woche zuvor von den Plänen des Discounters berichtet, das bestehende Gebäude abzureißen und durch einen ca. 2.000 qm großen Neubau zu ersetzen. Dafür müsste ein angrenzendes Grundstück erworben und ein kleines Wäldchen abgeholzt werden. Aus verständlichen Gründen brachte das die Nachbarn aus der Gerhardstraße und der Marienfelder Straße auf den Plan. Unter der Federführung des Vorsitzenden der Queller Gemeinschaft, Günter Czesna, einem Betroffenen, stemmt man sich vehement gegen dieses Vorhaben. Viele Argumente dagegen wurden dem OB vorgetragen, wie z. B. die Abholzung des Wäldchens oder das große Gebäude, das entstehen soll und sich wie eine Wand nach Norden von der Marienfelder Straße aus aufbaut.

Da dieses Thema nicht auf der Tagesordnung gestanden hatte, war der OB nicht genügend vorbereitet und musste daher erst von einigen Versammlungsteilnehmern hierzu informiert werden. Er verwies darauf, dass es sich zunächst um eine Bauvoranfrage handelt. In der Verwaltung werden solche Vorhaben sorgfältig geprüft und bearbeitet. „Es handelt sich hier um ,ungelegte Eier‘“, betonte er. Bezirksbürgermeisterin Regina Kopp-Herr schlug in die gleiche Kerbe und versicherte, dass der Antrag auch noch durch die Bezirksvertretung laufen müsse. Viele der Anlieger hatten mehr erhofft und eine Erklärung vom OB erwartet. Nicht wenige der Anwesenden verließen nach der Besprechung dieser Thematik etwas enttäuscht den Saal und waren leider nicht mehr an den nächsten Tagesordnungspunkten mit Queller Themen interessiert. Die Queller Gemeinschaft hatte sich in einem Brief für die Einrichtung einer Parkraumbewirtschaftung an der Carl-Severing-Straße und an der Marienfelder Straße eingesetzt. Da viele Parkplätze an diesen Straßen als „P+R“-Parkplätze für Busfahrten in die Bielefelder City genutzt werden, wurde von der Queller Gemeinschaft vorgeschlagen, dass hier unter Verwendung einer Parkscheibe höchstens zwei Stunden geparkt werden darf. Auch Mitarbeiter der umliegenden Märkte benutzen diese attraktiven Stellplätze als Dauerparkfläche, wodurch die angrenzenden Queller Geschäfte für ihre Kunden, die Praxen für ihre Patienten und vor allen die Anlieger das Nachsehen haben. Bezirksbürgermeisterin Regina Kopp-Herr hat den Vorsitzenden der QG, Günter Czesna, zu der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung zur Anhörung eingeladen. Diskussionsbedarf gab es auch darüber, die Oberflächen- Entwässerung im neuen Baugebiet „Alleestraße Teil C“ die Freifläche inner- halb der Finnbahn durch ein großes Regenrückhaltebecken zu entlasten. Dies und die mögliche Errichtung eines Dorf- und Spielplatzes auf der neu zur Verfügung stehenden Fläche muss gut überlegt werden. Dieses Thema liegt noch bei der zuständigen Behörde der Stadt zur Bearbeitung.

In der folgenden Fragerunde musste Pit Clausen noch einige Antworten geben zum Thema Anlaufstelle für Migranten, zum Thema Lärmbelästigung durch den Asphalt auf dem noch nicht erneuerten Teil der Carl-Severing-Straße und zum Thema Zuschüsse zum Mittagessen für betreuende Tagesmütter. Gegen 21:45 Uhr endete die Veranstaltung. Es ist dem Focus zu wünschen, auch in Zukunft Themen zu wählen, an denen viele Queller Interesse zeigen.
Focus-Klön mit Oberbürgermeister Pit Clausen

Auszug aus dem Queller Blatt Oktober 2014

 Bericht des Westfalenblattes vom 28.08.2014 zur Focus-Veranstaltung.